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I. Band.
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Bern zum Bürger aufnehmen, jedoch unter der ausdrücklichen Bedingung,eaß er weder vor die bernerischen Gerichte geladen, noch zu Bezahlung^on Teilen oder anderer Abgaben angehalten werden konnte. Im übrigen„ehielt er sich nur den König von Frankreich als Grafen von Burgundud seinen Bruder, den Grafen Amadeus von Savoyen vor *). EinJahr vorher hatte man mit dem Bischöfe von Sitten, dem Grafen Josselinvon Visp und der Gemeinde von Leu! einen Bund geschlossen, laut demsich jene Bundsgenossen verpflichteten, der Stadt Bern gegen Herrn Ru-dolf von Weißenburg, die Herren Arnold und Walther von Wadischwylund den Herrn von Raron mit ganzer Macht bis in das Gwatt beiSträttlingcn zu Hülfe zu ziehen **). Auch die Verträge mit Viel wurdenam Donnerstage nach Peter und Paul 1297 erneuert ***).

Durch solche Verbindungen in ihrer Nähe schien Bern sich vor jederäußern Gefahr, die sie von feindselig gesinnten Nachbarn bedrohen mochte,hinlänglich gesichert zu haben. Allein in den verhängnißvollen Zeiten,welche jetzt eintraten, zeigte sich erst, daß die Freundschaften, welche inden letzten Jahren geschlossen wurden, keineswegs alle auf Felsengrundgebaut waren. Denn als König Adolfs Schicksal sich theils in Folgeseiner Fehler, theils in Folge der Umtriebe Albrechts von Oesterreichseiner Erfüllung näherte und Albrechts Größe fast mit jedem Tage anWahrscheinlichkeit gewann, so hob auch der Habsburg-österreichische An-hang wieder das Haupt empor, den das königliche Ansehen bis jetzt dar-nieder gehalten hatte. Freiburg in stetem Wechsel, bald Bundsgenossin,bald Nebenbuhlerin Bern's, scheint der Mittelpunkt von Unterhandlungengeworden zu sein, welche wohl nichts weniger als den gänzlichen Unter-gang der jüngeren Zähringischen Schwester zum Zwecke gehabt habenmögen. Ihr schlössen sich zunächst Graf Peter von Greierz, Graf Ru-dolf, Herr zu Welschneuenburg und Ludwig, Freiherr der Waadt, an II,

*) llrk. lcr 2. xost. m-ab. L7ss. ( 25 . Febr. 1296 ) im Soloth. Wochcnbl.Jahrg. 1829 , S. 633 .

Urk. im Arch. von Bern loia qusrl» xroxilll» xost octsvLin ksscliae 1296 ,

***) Urk. im Arch. von Bern.

-s) ckronicoa <ie lierno. Justingcr. Guichenon nennt auch den Grafen Am«,deus BernS ehemaligen Schirmherrn unter den Gegnern der Stadt,setzt indessen den Feldzug, der durch die Schlacht am Donnerbühl be-endigt wurde, irriger Weise in das Jahr 1291. Als Quellen, aus denener seine Erzählung schöpft, führt er Simmler, Münster und Paradinan. Das cki-onicon und Justinger hingegen erwähnen nur Ludwigs,Frciherrn der Waadt. Nicht unmöglich wäre es hingegen, daß GrafAmadeus zwar der Unternehmung nicht persönlich beigewohnt, wohl aberseinen Bruder Ludwig damit beauftragt hätte. Diese Voraussetzungwürde für Ludwig ehrenvoller sein, da er sich sowohl in seinem Bündnisse,