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und Stadt sehr enge eingeschlossen und jede Gemeinschaft mit Dcrngänzlich abgeschnitten wurde. Die Burg Laupen liegt am Abhänge einerReihe von Hügeln auf dem rechten Ufer der Sense bei ihrem Zusammen-flüsse mit der Saane. Die Burg selbst ist von dem höher gelegenenHügel beherrscht, an ihrem Fuße liegt das unbedeutende Städtchen glei-chen Namens. Die Zahl der Belagerer mehrte sich mit jedem Tage.So oft ein großer Herr mit seinem Gefolge eintraf, zog man ihm ent-gegen, um ihn mit lautem Freudengeschrei und glänzenden Ehrenbezeu-gungen zu empfangen. Unter den vornehmsten Herren des Lagers erblickteman den Bischof Johann Rossillon von Lausanne, Johann den Senn vonMünstngen, Bischof zu Basel*) und Philipp von Gastons, Bischof zuSitten, welche Diener des Gottes der Versöhnung es nach der Sitte derZeit nicht scheuten, Feuer und Schwert zur Verheerung der Nachbarstadtzu predigen. Neben diesen geistlichen Herren sah man den Grafen Ger-hard von Valengin mit 300 Helmen aus Sundgau, Waadt, Aargau,Uechtland und Burgund, Graf Ludwig von Neucnburg mit 200 Helmenaus Uechtland, Burgund und anderen Orten, Graf Rudolf von Nidaumit seinen Leuten und hundert und vierzig Edelleuten zu Pferd aus Elsaßund Schwaben, den Graf von Fürstenberg, Graf Peter von Aarbergund Graf Peter von Greyerz, jeden mit hundert Helmen. Außer diesengenannten mächtigen Herren bezogen noch eine Menge Ritter und Reisigeaus Burgund, Uechtland, Aargan, Thurgau, Sundgau, Elsaß, Breisgauund Schwaben und etliche aus Oesterreich, nebst der ganzen Macht vonFreiburg, das Lager vor Laupen. Die Stärke des ganzen Heeres wirdnach verschiedenen Angaben von 15,000 bis auf 30,000 Mann geschätzt **).Im Lager fand man allen Glanz und alle Pracht, deren die damaligeZeit empfänglich war, dabei die größte Ueppigkeit, Ueberfluß an Wein,Lebensmitteln jeder Art und allem was zu einem lustigen Leben gehörte,vereinigt, die müßige Zeit, welche nicht durch Berathungen über dieLeitung des Kriegs, vielleicht auch über die muthmaßlichen Früchte desSiegs, in Anspruch genommen ward, wurde mit glänzenden Lustbarkeiten,Rennen und Stechen und ritterlichen Spielen aller Art ausgefüllt, wobeiim Uebermuth eine Menge drohender Aeußerungen über das Schicksal
*) Wir folgen hier lieber mit Nyhincr und Müller dem ll-rno,
als Tschudi's Angabe, welcher statt des Bischof'S von Basel den Bischofvon Genf, Peter von Faucigny angicbt.
**) Der wahrscheinlich gleichzeitige unbekannte Verfasser des sroeiium i-su-xens- giebt das verbündete Heer auf i6,ooo Mann Fußvolk und tvooHelme zu Pferde. Ryhiner nimmt nach Tschudi über 15,ooo MannFußvolk nebst 3voo Reitern an, unter denen man 7vo gekrönte Helmeund 1200 Edelleute zählte.