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fielen, daS man den Einwohnern von Bern und Laupen zugedachthatte *).
Ohne Verzug schritt man auch alsogleich zur Belagerung Laupens,dessen Mauern mit Böken und Büffeln, nach Art der Werkzeuge desAlterthums, erschüttert wurden, während eine große Zahl unter soge-nannten Katzen verborgener Arbeiter die Mauern zu untergraben suchte.Aus Blyden wurden gewaltige Steine in die Burg und das Städtchengeworfen, und auch an Stürmen ließ man es nicht fehlen, um denWiderstand der Belagerten zu überwinden. Aber im festen Vertrauenauf Gott und die Treue ihrer Mitbürger blieb die Besatzung unerschüt-terlich, schlug alle Stürme ab und behauptete fortwährend standhaft dasihr vertraute Bollwerk der Freiheit gegen alle feindlichen Angriffe **).
In Bern Pflog aber der Schultheiß Johann von Bubenbcrg derältere ernste Berathungen mit dem Rath und der Gemeinde über diedringende Gefahr des Gemeinwesens, die deßhalb zu ergreifenden Maaß-regeln und die höchst wichtige aber ungemein schwierige Wahl einesFeldhauptmanns, als Ritter Rudolf von Erlach, nachdem er sich vondem Grafen von Nidau beurlaubt hatte, in die Stadt ritt. Rudolf warder älteste Sohn jenes Kastlans Ulrich von Erlach, der vor 41 Jahrenam Tage des glänzenden Siegs am Donnerbühl die Berner befehligthatte, wessen sich viele bejahrte Männer, die dem glorreichen Kampfebeigewohnt, noch mit Jubel und Rührung erinnerten. Außer seineradelichcn Geburt genoß er des Ruf's eines mannhaften Streiters undeinsichtsvollen Kriegers, beträchtliches Grundeigenthum im Gebiete derStadt schien seinen Vortheil auf's engste an die Erhaltung derselben zuknüpfen. War es ein Wunder, wenn der Herr von Erlach dem Ratheund der Gemeinde wie der von Gott Gesandte erschien, um die wichtigeStelle des Feldhauptmanns in dieser äußersten Gefahr zu übernehmen.Einmüthig wurde er von der versammelten Gemeinde zum Hauptmanndes Auszugs ausgerufen. Ueber diejenigen hingegen, welche zum Schutzeder Stadt in ihren Mauern blieben, erhielt der Schultheiß Johann vonBubenberg der ältere den Oberbefehl. Johann von Bubenberg der jetztdie Schulthcißenwürde bekleidete, während seines langen Lebens einer dereinflußreichsten, thätigsten und berühmtesten Berner, war der einzigeSohn Ulrich's, der während der Belagerung Bern's das Staatsrudergeleitet hatte, war seit 1321 öfters Schultheiß gewesen und hatte 1338von Johann von Strättlingen die Herrschaft Spiez gekauft, die er denBernern öffnete. Als Kriegsrath wurden ihm beigeordnet die Heimlicher
*) kroclium dLuxenre. DsthUdl.
'*) Tschudi. Müller.