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I. Band.
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sich sämmtliche Krieger mit einem für sie bereiteten Frühstücke. Zumfernern Fortrücken von da an setzte die ganze Schaar den LeutpriesterDietwald Baselwind mit dem Mcrhciligsten an der Spitze ihren Marschunausgesetzt durch die alte Laupenstraße über Mazenried, Ober- undNiedersiegcn und Brügelbach fort, daß sie um Mittag unvermuthet aufder Höhe des Brombergs in der Nahe des Feindes erschien, der vonihrem Anrücken noch keine sichere Kunde erhalten haben mochte ").

Von der Höhe herab konnte man das Thun und Treiben der ver-bündeten Edelleute auf's Trefflichste beobachten, welche allerlei kriegerischeSpiele trieben und viele Herren und Edle zu Ritter schlugen und imganzen vielmehr auf lustigen Zeitvertreib als auf Abwendung eines mög-lichen Unfalls bedacht schienen. Als die Belagerer nun endlich das An-rücken des zum Entsatz herannahenden Heeres gewahr wurden, begann, wiein jener Schlacht des Alterthums, welche der Urvater aller Dichtkunst sotrefflich besungen, der Kampf auch hier mit spöttischen und scherzhaftenReden, Neckereien und Herausforderungen aller Art. So ritt HerrJohannes von Meggenberg, Schultheiß zu Freiburg, an die Schlacht-ordnung der Berner, betrachtete sie genau und rief ihnen zu: "er wolleihrer zwei des Tags bestehen, denn die Hälfte von ihnen wären dochvermuthlich wohl nur Weiber." Keck entgegncte ihm der Berner Kunovon Ringgenberg: "er wollte schon allein den Kampf mit ihm aufnehmen,übrigens würde der übermüthige Feind wohl noch an demselben Tageerfahren, weß Geschlechts ihre Herzen und Fäuste seien." Auch einervon Schwyz trat vor die Rcilze hinaus mit den Worten: "wir sind be-reit, wer an uns will, der trete hervor, mit Gottes Hülfe wollen wirihm Streits genug geben." Da kehrte Meggenberg zu den Seinigen mitder Anzeige zurück, daß er unter den Bcrnern manchen stolzen Manngesehen, sie scheinen unverzagt zu sein, man möchte sich deßwegen wohlvorsehen. Auch der Venner Fülistorf von Freiburg, der der StadtBanner trug, erhob sich noch warnend: "ihm schiene es, man solle mitdenen von Bern Frieden machen, weil sie doch zu unparteiischem Rechteerbötig seien, da auf diese Weise das Blut manches redlichen Mannes er-spart würde." Da fielen ihm zwei der Uebermüthigsten in die Rede mitder Aeußerung: "wenn du dich fürchtest, Fülistorf, so hättest du lieber zuFreiburg die Weiber gehütet." Kräftig entgegncte ihnen Fülistorf: "dieFurcht ist meinem Herzen fremd, mit meinem Leib werde ich meineMannhcit beweisen und meiner Herren von Freiburg Banner mit GottesHülse aufrecht tragen bis in den Tod und dabei leben und sterben, abereure stolze Hochmuth wird euch gereuen." Auch der edle Graf Rudolf

) Tschudi. Haller'S Schweizerschlachtcn.