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I. Band.
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und geringen Bürgern nnr ein edler Wettkampf, dem Feldherrn unddem Rufe der Ehre zu gehorchen *).

In solcher Stimmung gab von Erlach das Zeichen zum Aufbruch,rasch rückte die Vorhut von Schlcuderern vor, und nachdem sie mit drei-maligem Wurf einen Hagel von Steinen unter die Feinde geworfen, zogsie sich seitwärts an den Berg zurück, um hernach mit desto größermNachdruck bergab in den Feind zu dringen. Dieser Rückzug, dessen

Gründe ihnen unbekannt blieben, hielten die Hintersten anfänglich für

eine Flucht, und eine ziemliche Anzahl derselben suchte sich in den Forstzu retten, für welche feige Handlung sie hernach lebenslang mit demSpottnamen Förster büßen mußten. Als aber dieser Hergang dem Feld-herrn gemeldet wurde, der sich in den vordersten Reihen befand, sagteer ganz kaltblütig: desto besser, daß die Schlechten nicht mehr bei denBiedern sind, die Kleien sind nunmehr von dem Waizen geschieden.Während von Erlach auf diese Weise seine Krieger zum bevorstehendenGefechte begeisterte, rollten eiserne Heerwagen, welche nicht gewendetwerden konnten, von der Höhe herab, die Ordnung des Feindes zu

trennen. Ihnen nach drang von Erlach an der Spitze seiner Schaaren

in den Feind. Das Volk welscher Zunge wurde zuerst erschüttert undfing an die Flucht zu ergreifen. Viele Feinde wurden hier erschlagen,besonders litten die Freiburger, die am längsten Widerstand hielten, bit-tern Schaden. Doch mußten die siegreichen Berner bald von der Ver-folgung ablassen, weil dringende Nothzcichen sie zu dem Kampfe derWaldstätte riefen, die von der großen Zahl der Reiterei beinahe über-mannt wurden. Auch die feindliche Reiterei war bei der Nachricht vonder Niederlage ihres Fußvolks nicht wenig erschüttert. Die auf sie ein-dringenden Berner entschieden plötzlich das Gefecht, die Ritter warenihrer durch das Steincwerfen der Eidgenossen scheu gewordenen Pferdenicht mehr mächtig, alle Bande der Ordnung wich, das ganze feindlicheHeer zerstob in wilder Flucht, das Volk welscher Zunge der Sense ober-halb Laupen gegen Nenenegg, die Deutschen unterhalb Laupen gegenGümminen zu. Nach einem Kampfe von kaum anderthalb Stundenhatten die Berner den glänzendsten Sieg erfochten, dessen die Geschichtejener Zeiten Meldung thut **).

Ein furchtbares Schauspiel wurde von der scheidenden Sonne be-leuchtet, in deren Glanz der die Wandelbarkcit menschlicher Schicksalevergessende Adelsbund seine üppigen Siegesdcnkmäler zu errichten gedachte.Weithin war das Schlachtfeld von erschlagenen Rittern, Knechten und

') Tschudi.

") Tschudi. Haller.