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I. Band.
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würdig, des eidgenössischen Bundes selbst theilhaftig zu werden. Montagsnach der Pfingstwoche 1352 wurde der ewige Bund zwischen Zürich,Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus geschloffen. Ausser den Haupt-bestimmuugen der früherem Bünde versprachen die Glarner ohne die Ein-willigung der übrigen Orte sich sonst mit Niemand zu verbinden. Wenndie von Glarus mit den übrigen Eidgenossen in Streitigkeit geriethen,so sollten sie mit denselben zu gemeinschaftlichen Tagen nach Einsiedelnkommen und daselbst das eidgenössische Recht walten lassen. Fandenaber dergleichen Anstünde mit einzelnen Orten Statt, so waren die Glarnerangewiesen mit'den Zürichern zn Pfeffikon, mit den Urnern zu Marken, mitden Schwyzern zu Bergen und mit den Unterwaldnern nach Brunnen zu Tagenzu kommen. Hier sollte man sich den Sprüchen der Mehrheit der Eidgenossenunterwerfen. Endlich behieltsichJedermannsciue ältern Rechte und Bünde vor.

Streisereien, welche die Zugcr gegen Luzern und Schwyz gemacht,zeigten den Eidgenossen die Nothwendigkeit, sich auch dieser Stadt undLandschaft zn versichern. Daher rückten am 8. Juni 1352 Zürich mit600 und jede der vier Waldstätte mit 500 Mann vor die Stadt Zug,dieselbe zu belagern. Die umliegende Gegend oder das Amt unterwarfsich also unter Vorbehalt der Rechte Oesterreichs und des Anspruchs aufgleiche Gedinge, wie sie allenfalls die Stadt erhalten würde. Dieseletztere aber hielt sich noch fünfzehn Tage, worauf sie, da ihr längererWiderstand unmöglich schien, einen dreitägigen Waffenstillstand begehrte,der ihr auch bewilligt wurde, um nach Königsfelden zum Herzoge zusenden, ob er ihr binnen dieser Frist Hülfe gewähren möchte. Mit bit-tern Klagen erschienen die Boten von Zug vor ihrem Herrn und sichtenum eiligen Entsatz, welcher bei der Nähe des Hoflagcrs wohl möglichwar. Da erkundigte sich Albrecht in ihrer Gegenwart, ohne ihrer Redebesondere Beachtung zu schenken, bei seinem Falkner, ob seine Vögelhinlänglich mit Futter versehen wären. Im schmerzlichsten Gefühl überdiese Vernachlässigung riefen die Znger aus: Herr, sind wir armen LeuteEuer Gnaden nicht mehr am Herzen als die Vögel, so mag sich Gottunserer erbarmen. Kaltblütig cntgegncte ihnen der Herzog, ziehet nurhin, wir werden alles miteinander bald wieder erobern. Als nun aberdie entlassenen Boten ihren Landsleutcn von dieser »«väterlichen Ge-sinnung ihres Fürsten Kunde brachten, zauderten sie nicht länger denEidgenossen ihre Thore zu öffnen, und schloffen sogar am Mittwoch nachSt. Johannistag einen Bund, der im wesentlichen auf den nämlichenGrundlagen beruhte, wie derjenige von Zürich, so daß Zug wie die letztere unddie übrigen Eidgenossen die Freiheit behielt, sich anderwärts zu verbinden,doch sollte der gegenwärtige Bundesvertrag allen spätern vorgehen *).

') Tschudi is52.