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I. Band.
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13. Sept. mit offenen Bannern in die Stadt zogen. Noch am nämlichenTage wurde sie vom Herzoge umlagert. Indessen war doch durch dieBemühung Graf Friedrichs von Toggenburg, einiger Boten von Baselund einer Gesandtschaft von Bern ein Schiedgericht ernannt worden, be-stehend aus zwei Schicdrichtern von beiden Seiten und der Königin Agnesals Oberbehörde. Zürichischer Seits wurde Peter von Balm, Schultheiß,und Philipp von Kien, Ritter, beide von Bern, ernannt. Der Herzoghingegen hatte seinerseits den Grafen Immer von Straßberg, seinenVerwandten, einen heftigen Gegner der Eidgenossen und den BruderPeter von Stoffeln, Kommcnthur des deutschen Ordens zu Tannenfels,beide ihm lehenpslichtig, zu Schiedleuten erkoren. Auf diese Art zusam-men gesetzt, konnte das Unterschiedgericht sich nicht vereinen und dieKönigin bestätigte das für Zürich und die Eidgenossen sehr harte Urtheilder österreichischen Schiedmänner. Der Spruch veranlaßte neue Unter-handlungen, dem ungeachtet wurde der Freiherr von Bonstetten von denZürichern freigelassen. Nichts desto weniger griff man bald von neuemzn den Waffen. Als nun Oesterreich auch die Landschaft Glarus hiezuaufrief, fanden die dringenden Ermahnungen des wegen seiner Strengewenig beliebten Ritters Watther von Stadion, österreichischen Vogts aufdem Schlosse zu Näfels, um so weniger Eingang , als in den letztenZeiten von Seite des herzoglichen Hauses auf mehrfache Weise Stoff zumMißvergnügen gegeben worden war. Als nun Albrecht sich anschickte,die Sache mit Gewalt zu betreiben, kamen ihm die Eidgenossen zuvor,und nahmen bald nach Martini 1351 das ohnehin für sie gestimmteLand ohne Mühe ein, vertrieben den Ritter von Stadion nach Wesenund machten mit den Glarnern einen vorläufigen Vertrag zu Schutz undTrutz, wobei sie sich jedoch, da man wußte, daß einige unter den An-gesehensten österreichisch gesinnt waren, und ihnen deßwegen mißtrauete,vorbehielten, einen eigentlichen Bund nach ihrem Bedünken vorzuschlagen.Hierauf vereinigten sich 200 Glarner mit der eidgenössischen Besatzungvon Zürich. Allein Walter von Stadion hatte die Hoffnung noch nichtausgegeben, Glarus wieder für Oesterreich zu bezwingen. In dieser Ab-sicht war er am Lichtmeßtage 1352 an der Spitze einer in der MarchRapperschwyl, Gastern, Wesen, Wallenstadt und andern benachbartenGegenden gesammelten Schaar in das Land eingedrungen,.aber von denGlarnern, denen sein Vorhaben nicht unbekannt geblieben, mit solchemNachdrucke empfangen worden, daß Walther's Heer zwischen Näfels undOber-Urnen gänzlich auseinander gesprengt und die Burg Näfels er-obert und zerstört ward, wobei Walther selbst nebst einigen Edelleutenund 150 der Seinigen den Tod fanden. In solchem Kampfe hatten dieGlarner die Heldenweihe der Freiheit empfangen, und schienen nun