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I. Band.
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Herrn nannte, und der österreichischen Macht Tirol beigefügt hatte. Erstarb am 26. Juli 1365 im 26sten Jahre seines Alters zu Mailandplötzlich an Fieber oder an Gift. Von den beiden übrig gebliebenenBrüdcrn war Albrecht 16 Jahre alt, von stillem, friedlichen Gemüth,glücklich, wenn er zu Wien die Vorlesungen berühmter Lehrer anhörenoder in den Garten zu Larenbnrg schöne Pflanzungen anlegen ^oder sel-tene Thiere aus fremden Ländern sammeln konnte. Leopold, feurigen,unternehmenden Geistes und in allem ritterlich gesinnt, hatte kaum das14te Jahr seines Alters erreicht. Dem ehrgeizigen und ungenügsamenBruder hatte Albrecht vielmehr Besitzungen abgetreten, als ihm vonRechtswegen zugekommen wären. Albrecht verwaltete das innere Land;die vordem Länder, Aargau, Kyburg, Elsaß und alle Besitzungen inSchwaben hatte er an Leopold überlasten, Tirol blieb beiden gemein*).Am 21. März 1370 wurde zu Bern zwischen dem Grafen Rudolf vonNidau, der Herzoge von Oesterreich, Hauptmann und Landvogt in Schwa-ben, Aargau und Thurgau für die im Bundeskreis liegenden österreichi-schen und eigenen Länder, dem Grafen Hartmann von Kyburg, Land-grafen in Burgund, und den Städten Bern, Freiburg und Solothurneine Verbindung verabredet, einander bis nachstkünftige Martini in Aar-gau und Burgund zwischen der Reuß und der Aare und diesseits derAare von Fronden ob dem Bözberge, dem Hauenstein und dem Leber-berge nach hinauf bis an den Lausannersee, von da die Gebirge gegenFreiburg und Bern hinab, wie der Schnee diesseits hinein schmelzt biswieder in die Aare wider alle Angriffe beizustehen **). Dieser Bundscheint, so kurz auch seine Dauer war, dennoch wider den räuberischenAdel, gegen den er vorzüglich gerichtet sein mochte, gute Dienste gelei-stet zu haben. Daß aber in dergleichen Fällen die Gerechtigkeitspflege >etwas sonderbar und für den Beraubten nicht immer Trost bringend war,mag nachfolgende Begebenheit beweisen. Graf Hans von Thierstein unddie Freiherren Hemmann von Bechburg und Burkhard Senn von Buch-egg hatten sich zu der mehr Gewinn als Ehre bringenden Unternehmungvereinigt, von der hiezu trefflich gelegenen, dem Grafen von Thiersteingehörenden Feste Falkenstcin in der Klüse an der Straße über den obernHauenstein aus, die aus Italien kommenden Kaufleute zu berauben.Im Jahr 1371 nahmen sie einem Kaufmann acht Eentner Safran weg.Mit Hülfe seiner Verbündeten des Grafen Hartmann von Kyburg undder Stadt Basel hatte sie Graf Rudolf von Nidau in ihrem Raubnestebelagert und alle drei gefangen genommen. Sie selbst, die Urheber der

*) Müller, Buch ii- Kap. V-

»*) Urk. von Bern 2t. Mär; 1370 .