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fröhlichen Tänze der bernerischen Krieger mit den simmenthalischen Schö-nen, und begeisterte jene zum Sturme gegen die nahe liegende Feste Laubegg.Solche Auftritte schienen dem Rathe zu Bern das bewährteste Mittelwider das Umsichgreifen einer verheerenden Seuche. Vorzügliche Gewandt-heit besaßen die Berner im Gebrauche des schweren Steingcschützes beiden Belagerungen. Zu diesem gehörten die sogenannten Gewerfe, Blp-den, Antwerke, Bohlcr oder Tümmler, welche mit einzelnen Abweichun-gen im Ganzen den Katapulten der Römer nachgebildet waren. Zwischenden senkrecht einander gegenüberstehenden Stützen hing gewöhnlich wag-ähnlich ein langer Balken, an dessen einem Ende ein mit schwerer Stein-last bcladener Kasten, an das andere eine aus starken Seilen und einerSchale zusammengesetzte Schleuder, oder an eine eiserne Kette eine Artvon Löffel gehängt wurde. Vermittelst einer am Gestelle angebrachtenVorrichtung ward das belastete Ende des Balkens in die Höhe gewunden,und so das andere Ende, woran die Schleuder hing, zur Erde hcrabge-scnkt, und in dieser Lage mit einem starken Seile festgerammelt. Hieraufwurde das Geschoß, welches je nach Umständen aus schweren Steinblöcken,Tonnen mit Brennmaterialien, allerlei Feuerwerk, oder Leichnamen, Men-schenkoth und andern zur Verpestung der Luft dienenden Stoffen bestand,in die Schale der Schleuder gelegt, und durch Losmachung dcS ange-pflöckten Spannseils gegen die belagerte Burg oder Stadt geschlendert.Vor Wimmis waren 1303 zwei solcher Steinschleudern, die Holzmetze undder Esel genannt, bei der Belagerung von Nidau fünf gebraucht worden.Zur Aufsprengung der Thore oder Durchbrechung des untern Theils derMauer bediente man sich des Sturmbocks, Büffels oder Mauerbrechers,eines langen und starken, mit einem eisernen Kopfe beschlagenen Bal-kens, den man entweder mit vereinigter Mcnschenkraft gegen den zudurchbrechenden Gegenstand trieb, oder an Ketten unter einem dazu ein-gerichteten Gestelle aufhing, und auf diese Weise in Schwung setzte. So-wohl das Werkzeug als die dabei gebrauchte Mannschaft waren durch dasSturmdach oder die sogenannte Katze gegen Schüsse oder Würfe der Be-lagerten geschirmt. Die Katze aber war aus Balken zusammengesetzt, undmit einem durch friscbe Häute oder andere Brand verhütende Mittel gegendarauf geworfenes Feuer geschützten Dache versehen. Von hinten zu wurdesie, nebst der darunter befindlichen Mannschaft, auf Rädern an den Fußder Mauer gerollt. Bisweilen diente das Sturmdach noch zur Bedeckungderjenigen, welche nach Ausfüllung der Graben mit Reißbündeln die Mauerzu untergraben suchten. Gelang es, auf diese Weise den Graben auszu-füllen, so rollten die Belagerer die Ebenhöchinen, eine Art hölzerner,oben mit einer Fallbrücke versehener Thürme, auf Rollen oder Rädernheran, aus denen sie vermittelst Herablassung der Fallbrücke auf die Mauer