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treten, und ihn zu bitten, seinen Versuch durch-zugehen, und ihn über Fehler zu belehren. Riachardson fund, daß ein-wahrer Geist in dem jun-ge» Mann lag, belehrte und ermunterte ihn , sowie ich meinen Töchtern sagen kaun , diese Ge-schichte so bald sie übersetzt seyn wird , auch umRichardsons Willen zu lesen. Mir hat meinevicljahrige Liebe zu den Werken des großen nütz-lichen Manns, eine sehr ergötzende Scene berei-tet: indem der Nahme Grandison, das Idealeines edlen tugendhaften Mannes in meiner Seelezurück ließ, wurde ich unendlich erfreuet zu hören,das Mylvrd Grandison, ein vor uns liegendesLandhauß (k^on rexoe) beziehen würde. MeineEinbildung sah das liebenswürdigste Bild einerenglischen Familie vor sich, und wünschte ihre An-kunft: ich sah— einen kleinen kupferrvthen Mann,der sich alle Tage berauscht, eine melancholischeFrau und eine einsam lebende Tochter hat, und wur-de über mein Staunen ausgelacht, da ich michgar nicht in den Gedanke» einlassen wollte : daßGrandison sich berauschte. Ich war sogar böseüber den Mann , und fand nichts mehr Gut anihm, als den muntern Einfall, seine Bedienten»ach Blumen zu benennen, und ihnen zu befehlen,