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Erinnerungen aus meiner dritten Schweizerreise : meinem verwundeten Herzen zur Linderung vielleicht auch mancher traurenden Seele zum Trost geschrieben / von Sophie von La Roche
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er über Frankreichs neue Philosophische Schriftstel-ler machte.

, Man klagt über die Menge Vorurtheile,

vielleicht hat man aber schon zu viele ausgervt«

tet. Vorurtheil ist das Gesetz des gemeine»

Mannes, und ich tadle die Schriftsteller, «el<

che unter dem Verwand gegen den Aberglaube» ^zu kämpfen , die Grundlage der Moral unter«

graben, und dadurch die Bande der menschli« ^ chen Gesellschaft trennen. Die traurige Air,

kung welche sie auf ihre Leser machen, ist : daße, sie in ihrer Jugend schlechte Bürger und ärger«

liche Bösewichter, im Alter unglückliche Men«

scheu werden. Der Eifer, mit welchen man,, diese Schriften sucht, sollte für Männer von Talent nichts Schmeichelhaftes haben, indem die elendeste Schreiber dieser Gattung , die Ehrezi gelesen zu werden, mit ihnen theilen. Satire,

Unsittlichkeit und Mangel an Religion,

wurden nie als Proben von Wissenschaft und Geist angesehen. " l

In seiner Vorrede zu den ülemoirer stelln!»XlV. und XV. ist mir der Artickel, in welche»er von den Fiuanzministern spricht, desto merkwär,diger gewesen. Als marr behauptet: daß alles M