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Achter Band.
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Fünftes Kap. Der große Nordische Krieg. 167

des Reiches und belagerte Jspahan. Da trat Hussein dieKrone ab an Thamasp Mirza'), seinen vierten Sohn, welcherglücklich aus der Stadt entrann, und in Kasbin den Siz seinerHerrschaft aufschlug. Jspahan aber mit dem Schah Hussein fielin Mahmuds Gewalt.

Der Unwerth dieses rohen Hordenführers ermnthigte jedochdie Freunde der Sofi's zum Widerstand. In den westlichen Pro-vinzen herrschte Schah Thamasp; mit abwechselndem Erfolgstritten seine und Mahmuds Schaaren in dem weiten, bluttriefen-den Reich. Türken und Russen mischten sich, ihren eigenenGewinn suchend, in den verheerenden Kampf.

Derselbe währte fort unter Aschraf, Mahmuds Neffen undMörder; bis Kuli-Chan, ein ehemaliger Kameeltreiber, der sichzum Feldkcrrn Schah Thamasp's aufgeschwun gen, drohendgegen Jspahan anrückte, worauf Aschraf den Greis Husseinsammt allen Sprößlingen des Hauses der Sofi, welche Mahmudin die Hand gefallen, schlachtete, und seine Afghanen, beladenmit den Schazcn der Hauptstadt und des verwüsteten Reiches,zurück nach Candahar führte-).

Der synchronistischen Darstellung, welche wir sonst in derneuen Geschichte vorzugsweis befolgen, hier etwas voraneilend,wollen wir gleich hier den völligen Umsturz des Reiches der So-fi's in die Erzählung aufnehmen. Kuli-Chan, Schah Tha-ut asp's Retter, Schützer und wohlbelohnter Günstling, ward baldnachher Feind und Thronräuber. Aus Anlaß einer Zerwürfnißmit den übrigen Ministern des Schah's entthronte er Thamasp,und erklärte dessen unmündiges Kind, Abbas 111., zum König ^).Im Namen desselben herrschte jezt Kuli Chan mit unbestrittenerGewalt; er zwang die Türken durch schwere Niederlagen zurWiederabtretung Armeniens und Georgiens, und erhieltdurch den Schrecken seines Namens von der Kaiserin Anna inRußland auch die Eroberungen des großen Peter zurück.Endlich, als das Kind Abbas in seiner Unmündigkeit verblichen H,ward Kuli-Chan als Sultan ausgerufen, und solche Würde

11 1722 .4 ) 1736 .

2 ) 1730 .

3 ) 1732 .