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Achter Band.
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Eilftes Kapitel. Der östreichische

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König Friedrich ll. von Preußen bricht in Schlesien ein.

Ein paar Monate vor Karls VI. Tod war der König vonPreußen, Friedrich Wilhelm I., Enkel und NachfolgerFriedrichs I., welcher der Erste solchenTitel führte, gestorben ').Während seiner sieben und zwanzigjährigen Verwaltung hatte dasvor ibm noch wenig mächtige Reich durch ansehnlichen Länder-erwerb (wie von einem Theile Gelder ns, einem größern Pom-merns und von der Grafschaft Limburg) und weit mehr nochdurch kluge Wirthschaft und treffliche Ordnung des ganzen Staats-baushaltes eine verdoppelte Stärke gewonnen. Er hinterließ sei-nem Nachfolger als Mittel der größten Unternehmungen ein zahl-reiches , wobldisciplinirtes Heer, zu dessen Erhaltung er übrigenssich viele Gewaltthaten erlaubt hatte, und eine wohl gefüllteScbazkammer, die Frucht seiner Sparsamkeit, seines verbessertenFinanzwesens und der eifrigst erhöhten Industrie seines Volkes;ein vielfach löblicher Fürst, nur allzu soldatisch, auch hart,rauh, despotisch und jäbzornig.

Sein Sokn und Nachfolger, Friedrich II., der Erbe allerVorzüge, nicht aber der Fehler des Vaters, gleich geistreich alsmutbvoll, der Friedens- wie der Kriegskünste mit gleich hohemTalente Meister, der ernsten und schönen Wissenschaften nichtmilder als der Staatswirtbschaft Freund und Vertrauter, nurleider! obne Rechtsachtung und ohne teutschen Sinn, inallem Uebrigen bewunderungswerth, ein groß er Feltherr und Fürst,ein wabrhaft hober Ekarakter, eine der glänzendsten Leuchten derZeit, trat jezt plözlich auf w.der die Erbin Oestreichs.

Der Aussicht, welche sich hier ibm darbot, opferte er seinesVaters Plan auf die Erbfolge in In lieh und Berg; und erentsagte nach dem Erlöschen des Pfalz-Neub urgischen Manns-stammes ausdrücklich seinen (allerdings im Rechte schwachbegründeten) Ansprüchen auf jene Länder zu Gunsten des Pfalz-grafen von Sulzbach, Karl Theodor, der auch das Kur-land erbte.

1) 1740. 31, Mai.

2) 1742.