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Achter Band.
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326 Dreizehntes Kap. Der Norden und Osten.

Bündniß mit Rußland getreu zu bleiben; Oestreich dagegenverlangte durchaus, daß die Moldau und die Wallach ei tür-kisch blieben, und bedrohte die Christenheit mit einem allgemeinenKrieg zum Schuze derselben Pforte, von welcher es Selbstfrüher so manche Mißhandlung erfahren. Denn für den Fall desöstreichischen Bruches mit Rußland hatte Preußen dem lezte-ren seine Hilfe wiederholt verheißen. Oestreich aber schloß ent-weder wirklich oder unterhandelte wenigstens einen Allianztrak-tat mit der Pforte, und empfing bereits 8000 Beutel aufAbschlag der ihm für den Fall des Krieges zu entrichtendenSubsidien.

Inzwischen war die Zerrüttung Polens auf den höchstenGrad gestiegen. Zu der einheimischen Parteiwuth gesellten sichdie Schrecken der russischen und türkischen Waffen. Dennauch in's polnische Land streiften verheerend, zumal im Anfangdes Kriegs, die tart arischen Horden. Das Kriegsmanifest desSultans erklärte allen Anhängern Rußlands Fehde, wogegendieses alle Confoderirten als Freunde der Türken mißhandelteDer König vermochte nichts zur Stillung des Haders; er warvielmehr Selbst preis der Wuth seiner Feinde. Sie erklärten ihndes Thrones für verlustig, und in Warschau selbst ward ervon einer Rotte der Verschwornen ergriffen und fortgeschleppt ');seine Rettung erschien fast als ein Wunder.

Damals nahm Oestreich einige an Ungarn grenzende pol-nische Distrikte, worunter die Herrschaft Zips, in Besiz, einigerAnsprüche willen, die mit den gegenwärtigen Verhältnissen inkeinem Zusammenhang stunden. Der König von Preußen, viel-leicht der Erwerbung Schlesiens gedenkend, erhob gegen solcheBenüzung der Umstände keine bedeutende Einwendung. Vielmehrward bei ihm und bei der Kaiserin von Rußland dadurch dieIdee erregt einer Ausgleichung des drohenden Streites auf Unko-sten Polens.

Die ersten Fäden jedoch des politischen Gewebes, welches zer-störend das polnische Reich umspann, sind nicht zuverläßig bekannt.Selbst die Eingeständnisse des K. v. Preuße n heben den

1) 177l, 3. Nov.

2) Oeuvr. D lll.