Band 
Erster Band.
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fte würd« von den Oesterreichischen überfallen und zerstört, 2<x>Eidsgcnoffen erschlage», und die wehrlosen Einwohner einer grau-samen Rache aufgeopfert.

Kaun, war ein von Reichsstädten bis auf Pfingsten vermit-telter Waffenstillstand zu Ende gegangen, alS die Luzerner dasRothenburger-Amt, Rußweil, Hochdorf und Roth einnahmen,die Schwyzer Einstedeln und die untere March besetzten, ZürichRümlang und das Schlo» Mörsburg eroberte. Den Herzogenwar e« gelungen, die verbündeten Reichsstädte theils zu über-wältigen, theile zu trennen. Aufs neue vermehrten sich vonallen Seiten die Absagbriefe von Fürsten, Grafen, Freyherren,u. A., und'ü» untern Aargau versammelte sich ein zahlreicheswohlgerüsteteS Heer. Ohne Erfolg hatten die Eid-genossen zuwiedcrhohlten Mahlen Bern zur Hülfe aufgefordert. Den bedro-heten Zürichern zogen aus den übrigen Orten 1600 Mann zu,und streiften gemeinschaftlich mit ihnen in das benachbarte Oester-reichjsche Gebieth; aber auf die Kunde eines bevorstehenden An-griffes gegen Luzern eilte die Besatzung dieser letztem Stadt zuHülfe, indeß die Züricher die ihrige gegen die sie bedrohendeAbtheilung der herzoglichen Waffen bewachten, und inzwischenBülach eroberten, gleichwie die Glarner kurz vorher die BesteOber-Windeck eingenommen hatten.

Schnell rückte der Herzog an der Spitze eines auserlesene»Heeres in das Innere des Landes vor, und traf von Surfteher am 9 Heumonath mit s5c>0 von Zürich heran eilenden Eids»genossen bey Sempach zusammen.

Uebermuth und höhnende Drohungen verkündigten daS An-rücken der einen sichern Sieg erwartenden Feinde. Stricke wa-ren bereit, die Gefangenen aufzuknüpfen. Ein Freyherr vonHaftnburg, der von Vorsicht sprach, wurde ein Hasenherz ge-scholten , und um die Ehre des Sieges mit niemand zu theilen,stieg der schwer gerüstete Adel vorn Pferde, schnitt die Schnabelvon den langen Schuhen, bildete in geschlossenen Reihen eine