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Erster Band.
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Kirche ihrer ursprünglichen Gestalt wieder näher zu bringensuchten, nicht unterdrückt worden. In den Waldrnsern lebtendieselben fort. In England, wo von Zeit zu Zeit helle Begriffeüber das Kirchenwesen sich den Ansprüchen der Hierarchie entge-gen gesetzt hatten, bestrick Joh. Wittes in der zweyten Halstedes Xiv Jahrhundert« viele kirchliche Mißbrauche, bekämpfte dieBettelmönche und übersetzte die heilige Schrift in die Landes-sprache. Die gewöhnlichen Verfolgungen trafen auch ihn; aberbald fand ein Theil seiner Lehren in Böhmen großen Beyfall,wo Johann Huß, den nachher das Concilium zu Constanz wort-brüchig zum Tode durch die Flammen verdammte, vornehmlichsich auszeichnete.

In allen Ländern empfand man das Bedürfniß einer Kir-'chenve.rbefferung, und durch die Bemühungen des Kaisers kamendlich die allgemeine Kirchenversammlung (Concilium) zu Con-stanz im Spätjahre 1414 zusammen, auf welchem ein großerTheil der Hähern Geistlichkeit in Gegenwart des Kaiser«, vielerFürsten und der Abgeordneten beynahe aller Staaten Europa'Sdieselbe ausführen sollte. Von den drey Gegenpäpsten hatte sichnur Johann XXIIl, obgleich ungerne, daselbst eingesunken. DasAusbleiben deS Herzogs Friedrich, während die andern Für-sten ihre Lehen zu Constanz vom Kaiser empfingen, hatte diesenso beleidigt, daß er die Bothen der Eidsgenossen zu sich beschick,um sie zur Hülfe gegen denselben aufzufordern. Endlich unter-warf sich Friedrich, und ungeachtet die Eidsgenossen sich gewei-gert hatten, feindlich gegen ihn zu handeln, suchte nun er denKaiser gegen die Eidsgenossen aufzureizen. Als indeß Johann XXIIIbemerkte, daß es um die Ernennung eines neuen Papstes zuthun sey, entwich er, seinem gegebenen Worte zuwider, durchVorschub Herzogs Friedrich von Oesterreich, am 21 März 1415.Diese Hinterlist und der schon früher veranlaßte Unwille desKaisers zog dem Herzoge die Reichsacht und den Kirchenbannvom Concilium zu. Er wurde noch anderer Verbrechen beschul-digt, seiner Lehen verlustig erklärt, jedermann aufgefordert, ihn