ftn ihre tapfersten Führer und bewährtesten Landesvorsteher, ver-loren ihr Leben nach der entschlossensten Gegenwehr, welche sieacht Stunden lang fortgesetzt hatten. Viele wurden verwundetund Viele gefangen, deren Lösegeld zu Luzern eine Anlage erfor-derte. Die Feinde, welche den Sieg mit größerer Einbuße er-kauften, bezeugen selbst, daß die von Lanzenstichen durchbohrtenEidsgenossen, nach Rache dürstend, auf ihre Gegner eingedrungenseyen. An Eintracht geschwächt, zogen die Eidsgenossen nachHause; und zum ersten Mahle verließ sie, denen die Kraft derDeutschen noch immer unterlegen war, der Sieg im Kampfe ge-gen Italienische Heerscharen. So straft kleinlichte Zwietracht undVernachlässigung der Klugheit die muthvollsten Krieger. Undnie dürfen die Eidsgenossen vergessen, daß in Gefahren des Va-terlandes jeder Gedanke an Mißtrauen und jedes gefährliche Ein-flüstern mit Abscheu sollten zurück gewiesen werden.
Bereits 1424 unternahmen eidSgenössische Krieger wieder ei-nen Einfall, der bis Bellenz vordrang, und im folgenden Jahremachten die vereinten Banner der VII Verbündeten, von Appen-zell und St. Gallen unterstützt, einen neuen Versuch gegen ebendiese Stadt, deren Vertheidigung sie indeß zu stark fanden, umeinen Angriff zu versuchen. Las Land wurde geplündert undverwüstet; und im Spätjahre unternahmen unversehens, ohnevon ihren Obrigkeiten bevollmächtigt zu seyn, Zoo Schwyzer,von 200 andern Freywilligen begleitet, einen Zug nach Domo,dessen Besatzung entfloh, als die Fünfhundert in die Stadt dran-gen. Bald sahen sie sich von den Mayländern belagert. Nuneilten alle Eidsgenossen, alle ihre Verbündeten, auch die Rhä-tischen Oberländer, und 1000 Mann von dem Grafen von Tog-genburg zum Entsatze herbey. Zum ersten Mahle folgten ihnenauf die dringende Ermahnung der Schwyzer die Derner, welcheden Weg durch das wieder versöhnte WalliS nahmen, 5000Mann stark. Dieser, noch nie in solcher Anzahl versammeltenMacht der Eidsgenossen, welche man auf 22,000 Mann berechnenwollte, unterwarf sich das Eschenthal. Man verstand sich zu