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und GlaruS freyen Markt zu geben; doch wurde der Stillstandverlängert. Don den »»parteyischen Eidsgenoffen eingeladen -erschienen die Partepen zu Bern, wo der Rath, die Dachen derEidsgenoffen und der Stadt Solothnrn in gemeinschaftlicherSitzung einen Ausfpruch thaten, welcher nachher zu Luzern be-stätigt und als Notcl den Streitenden mitgetheilt wurde, dochmit der Erklärung, dasi man die Annahme erwarte. Er warnicht unbillig, nur die Bestimmung über den freyen Verkehrdoppelsinnig abgesafit. Unruhig verwahrten sich die Züricher ge-gen die Drohungen der unpartcyischeu Eidsgenoffen, mit ganzerMacht wider den Ungehorsamen einzuschreiten. Die Bunde,sagten sie, fordern den freyen Markt nicht. Unter den altenRechten, welche sie beym Einteilte in dieselben sich vorbehaltenhatten, sey das Reckt der Herufung auf den Kaiser auch enthalten.
Sobald der Stillstand ausgelaufen war, versammelten dieZüricher, im Anfang des May 1)59, ungefähr 4o<x> Mann beyPseffikon, NappcrSweil gegenüber, und sogleich besetzte» auchdie Schwyzer den darüber liegenden Etzelberg. Beyde Theilewähnte» die Eidsgenoffen. Die Glarncr, unterstützt von denToggenburgcrn, den Einwohnern des Gaffers und ihren Verbün-deten von Weil, u. s. f. zogen au die Grenze gegen Zürich undbesetzten mit Schwyz die Stadt Sargans, indeß die dortigeLandschaft sich für Zürich erklärte. — Die Züricher kündigtendie Feindseligkeiten an. Eilf Mann wurden ihnen bey einer un-vorsichtigen AuSkundschastung am Ekel als erste Opfer des er-klärten Bundesgenossen-Krieges erschlagen. Doch es gelang denEidsgenoffen und vielen Städten, unter denen auch Baden sichbefand, einen neuen Waffenstillstand auf Ein Jahr zu bewirken.Zürich bewilligte die Durchfuhr auswärts gekaufter Lebensrnittel.
Auf das Ansuchen der Züricher hatte Kaiser Albrecht dieGegner aufgefordert, seinen Urtheilspruch anzunehmen; aber erstarb bald nachher (den 27 October 1459), und nur wenige Mo-nathe vor ihm hatte auch der alte, für die eidsgeuoffische Ge-schichte so merkwürdige Herzog Friedrich, Beherrscher des Tyrols