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beleidigt, daß die Erwerbung von Livinen ihm auf gewisse Weis«»um Vorwürfe gemacht und die jährliche Abceichung von vierHabichten und eine» Armbruste» vorbehalten werden sollte. Auchdie Werner hatten besorgt, durch diese Verbindung mit demihnen befreundeten Hause Savoien in Mißverhältnisse zu kommen.Zollbefreiungen, Erleichterungen de» Verkehre», Sicherheit ge-gen den Durchpaß fremder Feinde waren der Zweck dieses Capi-tulate», welche» auch ewiger Bund genannt wurde. — 1467wurde zwischen Mahland und den benachbarten Rhatischen Ge-meinden auch ein ähnlicher Vertrag geschlossen.
Von Oesterreich erhielt Zürich, 1452, als Ersatz für seineVorschüsse während des Kriege», die Grafschaft Kyburg wiederzurück. Zwischen den übrigen Eidsgenossen und dem Habsbur-gischen Stamme dauerten die gespannten Verhältnisse fort. Nap-perSweil war für seine Anstrengungen ohne Ersatz geblieben. Beyeinem Theile der Bürger entstand der Wunsch, da» 8oo» derEidsgenossen zu theilen. Spottweise nannten ihre Gegner sieTürken. Lieber hätte man sich an da» durch die neuesten Ereignissevertraut gewordene Zürich angeschlossen; allein dasselbe lehntedie Anträge ab. Eine Besatzung, welche Herzog Sigmund nachRappcrSweil legte, vermehrte die Mißstimmung. Und al» dieKrieger der III Länder an» dem Plappartkriege durch diese Stadtnach Hause zogen, sagten die Einwohner sich vollend» von Oester-reich» Herrschaft lo»; sie begaben sich unter die Schutzherrlich-keit der III Länder, und 1464 nahmen diese auch Glaru» in die-selbe auf.
Das steigende Mißverhältniß der Eidsgenossen mit dem Her-zoge Sigmund, der inzwischen mit dem Kaiser in Krieg verwickeltund auch mit dem Papste in heftige Streitigkeiten gerathen war,hatte Frankreich zwar 1459 zu Constanz für den Augenblick ver-mittelt; aber bald erneuerte sich die Zwietracht, und es gelangdem Herzog« «m so viel leichter, den päpstlichen Tann gegen dieEidsgenossen auszuwirken, al» diese vorher sich geweigert hatten,ähnlichen Eannstrahlen gegen ihn Kraft zu gebe,». Erbittert