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platze büßten Schlosser und Dörfer ini Schütte für die Hart-näckigkeit ihrer Herren, und nicht ohne einzelne Verluste kehrtendie Sieger in drey Woche» wieder nach Hause.
Am Ende des Juli vereinigte» 15,o»o Eidsgenosseu sichwieder zur Belagerung von Waldshut. Die starke, mit allenBedürfnissen wohl versehene Besatzung leistete tapfern Widerstand,und die Eidsgenoffcn, deren größte Stärke ohnehin nicht in derBelagerungskunst bestand, waren nicht ganz unter sich einig-Mehrere ihrer Anführer sollen den Hauptsturm gehindert habe»,um ihren Bekannten in der Stadt zu schonen, und der Plan der.Berner, aus Waldshut und den Umgegenden des Smwarzwaldeseine neue Eroberung zu bilden, der für das cidsgenöffische Sy-stem von nicht zu berechnenden Folgen gewesen wäre, fand keintUnterstützung. Einem Heere, das zum Entsatze herbey ruckte,gingen die Eidsgenossen kräftig zu Leibe, und das Land bis andie Quellen der Donau fühlte schwer den Schauplatz des Krie-ges. Endlich wurde, am 27 August 14L8, der Friede geschlossen'Herzog Sigmund verpflichtete sich, 10,000 Rheinische Gulden zubezahlen und das erpreßte Lösegeld des Schafhauser-Bürgermei-sters zu erstatten. Waldshut und der Schwarzwald sollten dasPfand für die Zahlung seyn. Den Mühlhausern verschaffte derFriede keine vollkommene Ruhe (*).
Ungeachtet des geschlossenen Friedens suchte Sigmund Hülstgegen die Eidsgenossen bey Deutschen Fürsten, besuchte z»»>nähmlichen Zwecke persönlich den König von Frankreich, der ih>uein Jahrgeld von 10,000 Liv. verlieh, -und nachher den Her-zog von Burgund, von welchem er bereits durch Abgeordnetejene 1l,8«0 Gulden erhalten hatte, welche nach dem Waldshu-ter-Frieden ausbezahlt werden mußten. Um seinen Groll zu be-friedigen, gab auch er einem Mächtigern sich hin, und überließ
(") Vor Waldshut toilete eine Maß Schafhauser.Wein 4 Ang'ster; Klingnauer » Ängsten den Zürichern der Cenmer Pulver16 Gulden.