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Erster Band.
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Dasei, der Verkauf der sogeheißenen Butterbriefe für die Bischöfeeine ergiebige Geldquelle ward, fand der Papst eS besser, denLuzernern und ihren Nachbarn den Genuß der Butter und Milchwährend der Fastenzeit zu bewilligen, 1456.

Zürich, welches seinen KriegSschaden auf l,o7o,ooo Gul-dcn berechnet hatte, und dessen Bevölkerung um mehr alsdie Hälfte herab gesunken war, erhohlte sich, obgleich langsam.Sei,, einst blühender Handel, welcher seit der Drunischen StaatS-beranderung sich imnier mehr verminderte, hatte noch mehr ge-lten. Ungeachtet der bleibenden Erinnerungen, welche derschreckliche Krieg zurück gelassen hatte, war die Eintracht mitden Eidsgenossen bald wieder hergestellt. Der allgemeinen B<-steurung für die Bestreitung des Ankaufes von Mnterthur, 1467,widersetzte sich die Herrschaft Wädenöweil, weil sie den Johanni-tern pflichtig sey, und fand Anfangs Unterstützung und nachherZuflucht bey Schwyz, als Zürich die Dörfer besetzte, auch Theil-nahme bey Uri, Unterwalden und Zug. Ein Echiedspruch vonBern nach damahliger Sitte verpflichtete, 1468, die Herrschafts-teute zur Zahlung, Zürich hingegen zum Nachlaß der Strafe.

Bern blühte durch den hohen Sinn vieler feiner Staatömän-uer und durch Vaterlandsliebe. Mit Savoien stand es in densreundschaftlichsieu Verhältnissen. Weit umher suchten Hohe undNiedere sein Bürgerrecht; doch wurde das Sanenland desselbenüberdrüssig, weil die häufigen Leistungen ihm beschwerlich fielen,und im Innern deS Staates spürte man gegen die Zeit desBurgundischen Krieges bereits den Einfluß der Hingebung ein-zelner Machthaber an daS AuSland. In dem Twingherrenstreite,147c», erfuhren die adelichen Geschlechter heftige Angriffe auf'hre herrschaftliche Gerichtsbarkeit, auf die ausgezeichnete Klei-dung j^r Frauen und Tochter, welche einige Beschränkungenderselben hervor brachten. Die Spannung wurde so groß, daßdie Eids- und BundeSgenoffen Berns ihre Verwendung eintre-ten ließen. Kluge Mäßigung des Adels rettete ihm die meistenVorrechte, und dir bereits vom Westen her drohenden Gefahren