Band 
Erster Band.
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verweigerte die unerschrockene Bernersche Besatzung. Ohne sieanzugreifen , schlug man denjenigen von Joigne ei» , und in de"Ebenen des WaatlandeS breitete das 5 o,ooo bis 60,000 Mann starke,aus dem Kerne der Durgundischen Macht, einer zahlreichen Rei-tern), Italienischen und andern HülfSvölkern bestehende,Kriege geübte, nicht nur mit allen KriegSvorräthen im Ueber-flusse versehene, sondern von einem ungeheuern Trosse begleitete,und in morgenlandischer Pracht glänzende Heer sich aus. D>eMenge der Krambuden und der großen kostbaren Gezelte gäbe»dem Ganzen das Ansehen eines LustlagerS. Carl erscheint auchhier nicht als kluger Feldherr. Ein großer Troß schwächt dieKraft eines Heeres, und Vorliebe für äußern Pomp soll bey-nahe immer nur den Mangel innerer Verdienste decken.

Lausanne wurde besetzt. Durch schimpfliche Hinrichtungenmußten angesehene Männer zu Genf dessen Aussöhnung >»'kden EidSgenossen büßen. Die Besatzung des von Lern u"dFreyburg verstärkten Jverdun hatte sich nach Granson durch-geschlagen, und schon am 19 Februar ließ Carl diese Stadt be-stürmen. Auf« heftigste wurde sie beschossen. Außer Stand,einem neue» Sturme zu widerstehen, mußte die Besatzungsichin das Schloß zurück ziehen. Feuer kam in das Pulver.Düchsenmeister wurde erschossen und die Lebensmittel waren bey-nahe aufgezehrt; der Muth entsank ihr nicht. Aber jetzt er-schien im Schlosse ein Burgunder, Nahmens Ronchant, dersich schon früher in der Schweiz herum getrieben hatte u"dDeutsch sprechen konnte. Täuschungen und Vorspiegelung"'wechselten aus dem Munde des geschmeidigen Höflinges. Frey-burg liege bereits im Schütte. Bern habe sich unterworfen-Da« eidSgenössische Heer sey aufgelöst. Er sprach von de»>Zorne und der Gnade des gewaltigen Herzogs. Einige Elendeim Schlosse führten, indem sie den Schein der Klugheit sichgaben, die Sprache der Feigheit; die alten Zeiten seyen »isistmehr; der Ucbermacht könne man nicht widerstehen. HanS Wy*ler, einer der Hauptleutc, stand an der Spitze der Capituka-