besten fielen. Da» Heer löste sich auf, und Carl, entschlossen,Alles zu wagen, wurde unerkannt im Gedränge getaktet,5 oder 6 Januar 1477.
Der Tod des lange allgemein gefürchtet«» Herzogs, der fürHaus und seine entfernten Provinzen so überraschend war,d"st sie Wochen lang an denselben nicht glaubten, indeß dieGegner des Erschlagenen, und vor allen Ludwig XI, aufs höchstedarüber erfreut waren, veränderte mit Einem Mahle die Verhüll-tste des ganzen mittlern Europa. Noch höher hob sich derRuf der eidSgenöffischen Tapferkeit, weil an ihnen die furcht-bare Macht sich brach, vor welcher die größten Monarchen sichEirchtet hatten. Sie selbst erhielten statt eines, bis auf chenigeJahre friedlichen und guten Nachbars einen andern, der sieauf drey Seiten begrenzte und bisher ihr angeerbter Feind ge-wesen war. Frankreichs Beherrscher näherte sich ihnen und
wurde in der Folge ihr unmittelbarer Nachbar. Durch denSturz der Zwischenmacht Burgunds entstand die eifersüchtigeBerührung der Französischen Krone und dem Hause Oesterreich,welche Jahrhunderte hindurch immer erneuerte Kriege erzeugte,d"en naher Schauplatz die EidSgenossen vielfach beschäftigte undbedrohte.
Den Glanz des HeldenruhmS verkümmerten tief einbrin-gende Uebel. Der eidsgcnössische Krieger ward eine Waare *),deren Wichtigkeit das Verderblichste zur Folge hatte, was einenefeeystaat treffen kann. Ausländer erkauften sich Anhänger.Der Einfluß und das Geld Frankreichs, Oesterreichs, des Pap-Hes, Mailands und Anderer entschieden in den Tagsatzungcn,Rathsziminec» und Lanösgcmeinen. Die unbestochenen Verftch-^ der Sache des Vaterlandes, wo dergleichen noch waren,wurden von den Parteymänncrn verlacht oder verdächtigt, unddw große Zahl dersenigcn, welche in Unordnung, Gesetzlosigkeit
') Maurer kurze Gesch. der Schweiz (Zürich I77g S. 6g.)lagt: Man marktete um Schweizer, wi« um Schlachtochsen.