251
Staube, und Frankreich trat in demselben Hochburgund wiederab. Von der Wichtigkeit der Hülfe der EidSgenossen überzeugt,Hatte der König denjenigen, welche in Frankreich sich nieder-ließen, wichtige Vorrechte eingeräumt. Nicht nur wurden die,welche er im Solde hatte, reichlich bezahlt, sondern erfinFa»,eine Anzahl derselben in bleibendem Dienste zu behalten, undmit Geld beladene Maulthiere, welche seine Zahlungen in dieEidSgenoffenschaft brachten, sollten die Augen der Menge fürFrankreich blenden.
Kaum war das Mailändische Capitulat nach der Ermor-dung deS leichtfertigen Tyrannen Galeazzo mit dessen unmündi-gem Sohne 1177 erneuert, als Papst Sipt IV sich bemühte,die EidSgenossen zum Werkzeuge wider Mailand zu gebrauchen,welches seinen Planen in Absicht auf Florenz und Genua ent-gegen stand. Der reichlich feil gebothene Ablaß zog die Reis-läufer an die Macht hin, welche für jede Beängstigung deSGewissens Aushülse hoffen ließ, und war zugleich für seineAuSspender das Mittel eüies ergiebigen Erwerbes. Unmittelbarsollten ein geweiheteS Banner, politische Vorspiegelungen, dieHoffnung auf Beute und Jahrgelder auf alle EidSgenossenwirken. Wenig entsprachen diese, Uri ausgenommen, welcheseine Verbindung einging. Streitigkeiten über die Benutzung einesWaldes verschafften den Anlaß zum Kriege. Die Urner zöge»über den Gotthard, Ungehorsame aus andern Orten mit ihnen;den Abt von St. Galle» erinnerte die Tagsatzung, die Seinigennicht mitziehen zu lassen; die Urner hingegen mahnten ihn MHülfe. Nicht von dem Rechte der Sache, wohl aber von derBundeSpflicht überzeugt, ließen endlich auch die andern Orteihre Hülfe nachfolgen, im Nov. 1178. Wie an rohe Barbarenund voll Zuversicht auf ihre Sache hatte die Mailändische Re-gierung an sie geschrieben und ihnen auch die bey der Erneue-rung des CapitulateS bezahlten Summen vorgeworfen. Umsonstwurde Bellenz belagert, und man schrieb auch diesen schlechte"Erfolg der Schonung für Waarenlager zu. Bettlerische Vermitt-