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Erster Band.
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I« liefen Gefahr, von den Belagerten und den Belagerern miß-handelt zu werden. Schon hatten die überlegenen Mailänder

bis hinter LauiS zurück gezogen, als der eintretende Win-trr die EidSgenoffen bewog, das Feld zu verlassen. Nur wurdeder Eingang des Livinerthales mit 600 Mann besetzt. In ihrerErsten Stellung zu Giornico (JrniS) sollten diese am 28 Dec.^geschnitten und von 15 ,000 Feinden erdrückt werden. DieAngegriffenen hatten die Gewässer deS Teffin« über den Stal-in (Bergabhang) herunter fließen lassen. Mühsam strebten dieAngreifenden über die sich bildende Eisdecke heran, als die EidS-senossen, auf Fußeisen gestützt, unter sie herabstürzten. 1500Todte ließ das aufgelöste Heer der Mailänder auf dem Schlacht-ende liegen und Viele ertranken. 8 Feldstücke, viele andereWaffen und Deute blieben den Siegern. Frankreichs Einflußverschaffte Mailand einen leichten Frieden; der Verkehr derEidSgenoffen erhielt Begünstigungen, Uri in Livincn einige Er-weiterungen. Der verhaßte Tribut wurde in 5 Pfund Wachsan das Domstift zu Mailand verändert, und der Herzog be-zahlte 25 , 5 oo Gulden. Als der neue Regent, Ludwig Moro, dieBedingungen nicht zu erfüllen gedachte, nöthigten ihn die Dro-hungen eidsgenöffischer Krieger aufs neue, den Frieden zu er-kaufen; und so erfuhren auch die Italiener wieder einmahl dieKraft der EidSgenoffen.

1479 schloß nun auch Papst SixtuS IV mit ihnen ein Bllnd-uiß, an welches sich viele nachfolgende reiheten. Niemandwurde in demselben vorbehalten. Die EidSgenoffen verhießenöio Beschießung des Kirchenstaates, der Papst jedem Orte, solange der Kriegszug dauert, ein Jahrgeld von 1000 Ducaten,jedem Söldner monathlich 5 Gulden^ einem Reiter 10 Gulden.Der neulich aus dem Verkauf des AblaffeS gezogene Gewinndiente schon dieß Mahl zur Besoldung. Auch der entfernte tapfereKönig Matthias von Ungarn suchte ihre Verbindung, und ein8reu»dschaftsvertrag, den er in demselben Jahre mit ihnen schloß,hatte den Kweck, zu verhindern, daß Kaiser Friedrich Unter?