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^Ukn Anlockung zu folgen. AweydeutigrS Benehmen der An-^brer und der Verdacht, von ihnen getauscht zu seyn, erbit-tet« überdieß das gemeine Volk gegen manche Vorsteher. Nichtsdesto weniger standen die Schweizerischen Krieger um ihres Mu-thes und ihrer Uebung willen im höchsten Ansehen. Schon vordu> Burgundischen Feldzüge», als noch strengere KriegSzuchtband, hatte man von ihnen den großen Werth eines wohl-geordneten Fußvolkes kennen gelernt. Sie verstanden die Ver-bindung verschiedener Waffenarten. Hellebardcnträger, Armbrust-und Hackenschiitzen unterstützten einander im Gefechte. — Auch"" Frieden und zu Hause ging man beynahe immer bewaffnet;d"ch wurden lange Degen verbothen, wie kurze Kleider.
Schwer lagen auf dem ganzen Volke Aberglauben und Vor-theile. Mit Beobachtung der Formen geistlicher Rechte wur-den die Inzer als Verdcrber des Landes, 1479, durch den ge-ehrten Doctor und Stadtschreiber Frickard von Bern im Nah-men ftjner Regierung vorgeladen, und von dem Bischöfe zuSusanne mit dem Banne belegt. Ein Beschwörer sollte, 1481,öu Riggisberg den Bernern ein Salzwerk entdecken, und ge-wöhnlich waren Geistliche die Beschwörer und Teufelsbanner.Niemahls war die Begierde nach Reliquien so groß gewesen,°iS in diesem Zeitalter. Man wetteiferte auf einander. Bey-nahe jeder bedeutende Ort suchte seinen Schutzheiligen ganz oderbheilweise zu bekommen, und erhielt ihn gerade deßwegen. GanzeSammlungen solcher Leiber wurden beysammen entdeckt und denGläubigen zugebracht. Von Cöln her erhielt Bern durch frommeEntwendung ein Exemplar des Hauptes seines Schutzheiligen,Nincenz, nachdem man bey seiner Ruhestätte zu Saragossa ei-"kn Abschlag erhalten hatte.
Unter der Geistlichkeit herrschten viele Unordnungen. Lang-^'"ige schlechte Verwaltung des Klosters Engelberg veranlaßtekine Volksbewegung, welche die III Länder unterdrückten. Meh-kkre Aebtiffinnen und Priorinnen wurden wegen Ausschweifun-Ik« entsetzt, und gegen viele geistliche Anstalten, z. B. gegen