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Nicht nur war der Einfluß der Eidsgenoffen auf die Un-terhandlungen und öffentlichen Verhältnisse ihrer nähern Umge-bungen wirksam, sondern er erstreckte sich immer mehr über ent-ferntere Gegenden. In Verträgen mit fremden Fürsten fingenfte an, sich auSzubedingen, ihre Mannschaft sollte weder getrennt,uach über das Meer geführt werden. Als 1483 viele Söldnerunter der Anführung des Herzogs Renat von Lothringen fürVenedig gegen den Herzog von Ferrara zogen, wußte der Papst,fie mit der Republik, die er mit dem Banne belegt hatte, zuveruneinigen; allein da diese die Zölle erhöhte, mäßigte sich dasVerfahren der EidSgenosseu. Als der zum Bischöfe in WalliSgewählte Jost von Sillinen, 1484, zuerst mit dem Grafen vonArona, nachher mit Mayland in Streitigkeiten gcrieth, war2uzern für ihn, Zürich für den Herzog gestimmt. Noch auf-fallender zeigten sich die Nachtheile des fremden Einflusses, alsGesandte von Schwyz und Unterwalden, welche ihre Neisläu-fer von SillinenS Fahnen zurück mahnen sollten, selbst diesenuachfolgten, einige Tausende, welche über die Alpen gezo-gen waren, 1487, überrascht wurden, und einen sehr bedeuten-'ben Verlust erlitten. Gegen Venedig zogen Reisläufer für denHerzog Sigmund, gegen den Markgrafen von Saluzzo andereaus den westlichen Orten, u. s. f. Wer in Kriege verwickelt'aar, fürchtete ihre Waffen,'und beynahe alle Mächte, denenb>e Mittel zu Gebothe standen , suchten, diese sich zu verschaffen.
Nach dem Tode Ludwigs XI, 1483, glaubten die Geschäfts-führer des jungen Carls VIII, der EidSgenossen nicht zu bedür-ft- Forderungen wegen Bezahlung von Rückständen und An-lage wegen Erneuerung der Jahrgelder wurden von ihnen ge-ringschätzig zurück gewiesen. Sobald indeß neue Kriege mit Oester-reich bevor standen, bezahlten sie auch unbewiesene Forderungenund bloße Auslagen eidSgenössischer Geschäftsmänner. Ein Ver-trag wurde unterhandelt, entworfen, zum Theil in Erfüllunggebracht, dennoch nicht besiegelt, und Frankreich vernachlässigtedie EidSgenossen aufs neue. Dieselbe Veränderlichkeit herrschte