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Erster Band.
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öi» traten demselben theils freywillig, theils nur genöthigt bey.Er war bestimmt, das immer noch geltende Faustrecht und dieMißbrauche der Selbsthilfe zu bändigen. Sein geheimer Ne-benzweck war aber auch, die Bayerischen Herzoge und andereReichsglieder, welche dem Kaiser widerstrebten oder ihren Nach-barn Besorgnisse einflößten, zu schrecken. Die Eidsgeuoffen,welche leicht einsahen, daß auch sie dadurch zur Unterwürfigkeitöurück geführt werden sollte», und daß diese Reichsanstalt dieAbsicht habe, der Herrschaft das Uebcrgewicht über die Unab-hängigkeit zu verschaffen, lehnten die Einladung zum Beytritteab- Vielen Reichsstädten und vornehmlich dem Handelsstande,welche nur durch die Vereinigung Sicherheit der Straßen und'Hers Verkehres zu erhalten hofften, war diese Rücksicht über-wiegend. Sie traten nicht nur willig dem neuen Bunde bey,

' sondern sie fingen an, diesenigen, welche den Beytritt verwei-lten, als Beförderer der Unordnung anzusehen. So siegtVortheil oft über Freyheitssinn.

Wie große Gcistesgaben und wirkliche Verdienste einenMann von Einfluß dem Vaterlaude nur desto gefährlicher machen,'sobald treuer Sinn für dasselbe ihm fehlt, oder heftige Leiden-schaften und Selbstsucht ihn beherrschen; wie, sobald in denobern Behörden eines FreystaateS Mißbrauch des amtlichen An-sehens, Verkauflichkeit und das Bestreben, sich eine Partey zuErschaffen, herrschen, dadurch jedes politische Uebel hervor ge-bracht und mit den Entzweyten das verrathene Vaterland inSVerderben gestürzt nfird, lehrt vorzugsweise der sogeheißeneMaldmannische Aufstand von 1489. Als armer Knabe warHans Waldmann im achten Lebensjahre aus dem AugerischenDorfe Blickenstorf nach Jürich gekommen. Wohlgebildet, ge-wandt, unternehmend, entschlossen, ein fertiger Sprecher, inGefahren der Erste, mußte er bald die Auneigung der Menge,vornehmlich der kriegslustigen Scharen gewinnen, deren Stimme0o» großem Einflüsse war. Diese Vorzüge hoben ihn als tapfe-

Anführer in entscheidenden Kriegen, als geschickten und