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erneuerte bereits beseitigte Ansprüche. Die Bürger widersetztenÜch und legten, um den Einfluß des Klosters auf einen Theilihrer Vorsteher unwirksam zu machen , alle Gewalt in die Händedes nachherigen Bürgermeisters Ulrich Varnbiihlec und dreyerAndern. Die Eidögenossen entschieden gegen die Anbringungdes Thores, und nun änderte Ulrich seinen Plan. Er beschloß,seinen Sitz nach Rorschach zu verlegen, und machte Iä87 mitder Baute eines neuen Klosters den Anfang. Beynahe immerbekämpft die Politik die Worte und Unternehmungen gefürchtekcrNebenbuhler schon darum, weil sie von diesen ausgehen, ohne zuUntersuchen, ob sie nicht selbst das Nähmliche wünschen sollte.Nicht nur die St. Galler und Appeuzcller, sondern auch dieüber die strenge Regierung des Abtes unzufriedenen GotteShaus-^"te wurden unwillig. Man besorgte, der Abt mochte nochsklbstständiger, Rorschach eine Nebenbuhlerinn St. GallenS undb>»e lästige Jollstätte werden. Dennoch zögerte man zwey Jahrelang mit bestimmten Einwendungen; und als diese endlich keineWirkung hatten, überfielen plötzlich, am 2S Julius tW9,Appenzeller und Zoo St. Galler, von Gotteshausleuten
Rheinthalern unterstützt, die schon weit empor gestiegeneBaute, die sie nicht nur zerstörten und verbrannten, sondern"uch das, was sie vorfanden, wie eine Kriegsbeute sich zueig-»eten. Auch hier strafte blindes Ungestüm sich selbst. DieSchirmorte, schon vorher für den Abt entschieden, welcher ihnenHoffnungen zur Erwerbung von Oberherrlichkeit gemacht hatte,"klarten sich gegen die Ruhestörer, und als gleichwohl die sechsWrigei, Orte eine richterliche Entscheidung einzuleiten suchten,stAg die Verblendung der Appenzeller, St. Galler und GotteS-hausleute so weit, daß sie dieselben Anfangs ausschlugen, und""ter sich Büudniß schlössen. Bald entsank ihnen wiederb" Muth, und sie riefen selbst eben diesen Richter an, indeß»un die Schirmorte denselben nicht zugeben wollten.
Eine Bewaffnung der GotteshauSlrute gegen die schirmör-tische Besatzung des Schlosse» Rorschach hatte die Folge, daß