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Erster Band.
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Graubiindnern einen neuen Querstrich in die Plane des Kaisers,und erhöhet« die Bedenklichkeiten der Reichsbehörden gegen einenBund, dessen Genossen sie bereits als ungehorsame Reichsgliederund als Gehülfen des Feindes ansahen.

Immer waren die Rhätier eifersüchtig auf ihre Freyheil;allein indeß einige Gegenden sich hoher in derselben empor ar-beiteten, befestigte sich in andern die längst gefiirchtete Herr-schast. Im Engadin lebte das Volk in beständigem Widck-spräche gegen die unbestimmten und ungleichen Rechte der Gras-schast Tyrol, und schon zur Zeit des Burgundischen Kriegsschlug es mit Standhaftigkeit einen plötzlichen UeberfaU der Tb'roler aus seinen Thälern heraus. Durch Spott erhielt dieseFehde den Nahmen des HennenkriegeS, weil die Feinde sich ver-messen hatten, keine Henne im Lande lebendig zu lassen. We-nige Jahre nachher löSte Herzog Sigmund das an den Burg- !

grasen von Metsch verpfändete Brettigau, doch mit Vorbehaltseiner Rechte der Verbindung mit den übrigen Graubündner»und gewissen Aollfreyheiten, ein. Im Gotteshausbunde kaufte derBischof mehrere Besitzungen weltlicher Herren. Masox und »ochhöher liegende Gegenden erwarb der Mayländer Trivulzio. Mschreckt durch einen siegreichen Einfall der schon vorher zu»' lSorne gereizten Graubündner, mußte dagegen Ludwig Morsgestatten, daß die Einwohner des PusclavS als freye Leute sichan dieselben anschlössen.

Als nach Sigmundü Tode, i '«K6, Tyrol dem Kaiser zufiel,hatten sich bald nachher Streitigkeiten über Zölle, die Grenznund andere Gegenstände erhoben. Dies« und neue Ansprnässdes Bischofes beförderten die Anschließung der Graubündner andie EidSgenossen. Mit dem obern Bunde schloffen die Vll OrteE?, mit dem Gotteshausbunde, 1408, ewige Verbindungen,ewige getreue Freundschaft. Man verspricht sich getreues Auf- !sehen, Feinden keinen Durchpaß zu gestatten, und Enthaltungvon jeder Feindseligkeit. Ein Schiedgericht soll Streitigkeitender Contrahenten beseitigen. Der Obmann wird aus den Rä-