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noch zogen 1502, den obrigkeitlich«» Verbothen zuwider, einigttausend Miethlinge den Französischen Fahnen, ungeachtet derverhängnißvollen frühern Warnungen, nach Neapel. In einemungestümen Angriffe auf die Spanische Wagenburg fielen vonihnen Lvo; allein es war dem Könige gelungen, die sämmtlichenOrt«, doch nicht die Bündncr und Walliser, zu vermögen, mitihm am 16 Juni i5vz ein Capitulat für Mayland einzugehen,sie dadurch näher an sich zu knüpfen, und schon im Juli folgtenjenen wieder 4ooo andere Söldner nach. Kaum i5oo kehrten vonallen zurück, und viele wurden noch in der Heimath durch diemitgebrachten Keime der Seuche und des Todes weggerafft. Lud-wig XII beschäftigte sich mit dem Gedanken, in Italien sich dieKaiserkrone aufsetzen zu lassen. Beunruhigt darüber zeigte derKaiser dieß den EidSgenossen an.
Mit Vorstellungen warben die kaiserlichen, mit Verspre-chungen die Französischen Abgeordneten um die Gunst derSchweizer *). Gemeinschaftlich machten die Orte 1503 strengeVerordnungen gegen Jatzrgelder und den Fürsiendienst. Ohneeinen Beschluß der Mehrheit dürfe niemand in einen solchen tre-ten. Doch kurz war die Dauer dieser beschwornen Verordnung.Von Freyburgischen und Solothurnischen Bothen begleitet,sprach Aimo von Montfaucon, Bischof zu Lausanne, den knie-enden große» Rath BernS von seiner eidlichen Verpflichtungwegen der Jahrgelder los. Als 1507 König Ludwig Söldnerfür Italien suchte, schämten an mehrern Orten Männer undWeiber sich nicht, auf die wegwerfendste Weise sich von denFranzosen bewirthen und beschenken zu lassen. Man bewilligt«dem Könige eine Leibwache; und der Zudrang war so groß, daßViele sich mußten zurück weisen lassen, und nur Looo wurdengenommen.
Gegen das Verboth der Tagsatzung gingen sie über den
*) Immer allgemeiner wurde dies« Benennung auch durch denZrantösischen Sprachgedrauch.