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Gemeinschaftlicher Haß gegen Frankreich hatte Spinnerndas Vertrauen des Papstes erworben. Als Bevollmächtigterdesselben trat er mit mannigfaltigem Ablasse und baarem Geldevor den EidSgenossen auf, und überredete sie, im Februar 15 l 9 ,zu einem fünfjährigen Bündnisse, nachdem zu Schwyz und L»-zern Tagsatzungen waren gehalten worden. Dieß gelang ihmdesto leichter, weil Ludwig XII das ausgelaufene Bündnifi von1499 nicht erneuern, sondern ein bloßes FrcundschaftS-Verhält-niß mit den EidSgenossen beybehalten wollte, und als diese Der»Mehrung der Jahrgeldcr forderten, sie grobe Bergbauern schalt.In dem Bündnisse mit dem Papste wird gesagt, dieser nehmedie EidSgenossen unter seinen schützenden Mantel; er verspreche,sie, wenn sie angegriffen werden sollten, mit dem geistliche»Schwerte zu vertheidigen. Ihre alten Vorrechte sollen bekräf-tigt seyn, so lange sie nichts begehren, dessen Abschlag Ehrbar-keit und Recht erfordern (gu«a Iionasrare er rccttrucHne ,»gen-libuz I,ecc55ario neßai-e opoicxar). Der Papst bezahlt jährlichjedem Orte Istoo Gulden in Gold. Sie versprechen, in keineVerbindung zu treten, welche dem heiligen Stuhle mittelbaroder unmittelbar nachtheilig seyn konnte. Jedem, der den Kft-chenstaat beunruhigen wollte, werden sie nach ihren Kräften wi-derstehen, nach vorhergegangener Aufforderung 6000 oder nochmehr kräftige (robuscos) und ganz auserlesene Soldaten, einzigzur Beschützung deü Kirchenstaates, nicht zum Dienste auf demMeere liefern, welche sie in eigener Noth zurück rufen können-Die Wahl der Hauptleute und die Auswahl der Söldner behal-ten sie sich vor. Ucberzählige ist der Papst nicht verpflichtetanzunehmen, u., s. f.
Wer Kleinere beängstigt, verleitet sie oft, sich zu gemein-schaftlichem Unheile an mächtige Ausländer anzuschließen. S»war der Herzog von Ferrara ein Anhänger Frankreichs gewor-den. Ihn griff Julius an, und Schinner erhielt stooo Ange-worbene. Allein der Paß wurde ihnen zuerst in Savoien, dannin Mayland verweigert, und als sie mit Gewalt durchzudringe»