Band 
Erster Band.
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versucht hatten, wurden sie nach einigen Vortheilen endlich durchgeschickte Gegenmaßregeln zur Rückkehr genöthigt (Chiasscrzug,I5tv). Eine Tagsatzung zu Luzern hatte dem Papste Vermit-telung angetragen und Bezahlung für den unternommenen Feld-»ug gefordert; denn jetzt waren Papst, Kaiser und Frankreichgegen die Eidsgenossen entrüstet. In wegwerfenden Ausdruckenwachte ihnen der stolze Julius über Anmaßung, Unbeständig-keit, u. s. f. Vorwürfe, die nur beschämte Verkäuflichkeit oderSchwäche ertragen kann.

Die Reibungen des Parteygeistes führten innere Eährun-gen herbey. Lern war mehr Französisch; zu Freyburg stiegder Einfluß der Gegner Frankreichs; das bearbeitete Volk vonA-allis wogte bald nach diesem, bald nach jenem Einflüsse hin»nd her. Groß war die Unzufriedenheit über den schlechten Er-folg des Chiasserzuge» und Matthäus Schinnern, den Befördererdesselben. Dennoch mußte George auf der Flüe, SehinnerSGegner, in Walüs der Gegenwirkung weichen, floh nach Frey-burg, wurde verhaftet und als Uebelthäter behandelt, weil derpäpstliche Einfluß über den Französischen die Oberhand hatte.Der Schultheiß Franz Arsent, ein Schwiegersohn des Lecneri-s-hen Schultheißen Wilhelm von Dießbach, war sein Verthei-diger, und George konnte aus dem Gefängnisse entfliehen. Jetzttrat die Gegenpartei), der Venner Peter Falk an ihrer Spitze,Segen Arsent auf. Dieser wurde gefangen gesetzt, und ungeach-tet der Verwendungen DernS und anderer eidgenössischen Ge-sandten am ig März 15tt enthauptet.

Die Tagsatzungen folgten so schnell auf einander als. je-mahls, und um die Wette bewarben sich die ersten Mächte um>hre Freundschaft oder vielmehr um ihre Krieger durch schmei-chelnde Gesandte. Von Frankreich, dem Kaiser und hieraufauch von einem unversehens zu Pisa versammelten Conciliumbedroht, änderte der Papst seine stolze Sprache und die Schwei-ger vergaßen dieselbe. Sclunner, der aus Wallis entflohen war,als das Volk ihm und Georgen die Matze brachte, hatte vorn