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dieß Mahl bezahlte der Ertrag des Ablasseö den großem Theilder Kosten der Werbung. Nun forderte die Tagsatzung zu Zü-rich vorn Kaiser, mit welchem mau im verflossenen Jahre dieErbeinigung erneuert hatte, die Zurückberufung der Landsknechteaus dem Französischen Heere. Kaum konnte der Freyherr diekriegslustige Jugend dürftig bezahlen. Von Bnndncrn begleitetzag mau im März 1512 durch Tyrol. Au Verona übergabihnen der Cardinal einen mit Perlen besetzten und mit Herme-lin ausgemachten sammtenen HerzogShuth, ein vergoldete« Schwertin einer gleichen Scheide. 20,000 Mann stark vereinigte sichdas Heer mit den Venetianern und man rückte ins Mayländi-sche vor. Der schwache Widerstand der Franzoseü war den wü-thigen Kriegern, welche die Flüsse durchschwammen, ein Spiel.Große Brandscliatznngen zahlten die Städte, indeß der Feind»och einige Schlösser derselben besetzt hielt; aber Ordnung herrschteim Heere. Die Tagsatzung zu Zürich hatte den Anführern auf-getragen, die eroberten Lande auch den EidSgenossen huldigenzu lassen, gleichwie der Papst und Venedig dieß forderten. Nunentstand Uneinigkeit mit den Venetianern und plötzlich verließendiese daS Heer. Dem Wunsche des Cardinal«, auch den Mark-grafen von Salnzzo und den Herzogen von Savoien zu befeh-den, widersetzten sich vornehmlich die westlichen Orte.
Jetzt gab der Papst den EidSgenossen den Titel: „Rccle-riasricss liberisris (lekensoies ," begabte sie mit Bannern,und in geschenkten seidenen Röcken ritten ihre Bothen im No-vember zu Rom ein. Sie erhielte» verbindliche Worte, aberweder neue Zahlungen noch Abhülfe für kirchliche Beschwerden.In das Herzogthum Mayland setzten der Papst und die Eids-genoffen, ungeachtet der Einwendungen des Kaisers und Spa-niens , Maximilian, den gutmüthigen, aber schwachen und unthä-tigen ältesten Sohn Ludwig« Mors ein. Für den verliehenenSchutz trat er den EidSgenossen Lugano, Locarno, Maynthal,Mendrisio, Demo und da« Eschenthal ab, versprach 2 oo,vooDucaten für die Ueberlassung des HerzogthumeS und 40,000