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Ducaten Jahrgelder. Auf dem Rückzüge hatten die Bündner,auf Ansprüche des Bisthumes Chur sich stützend, Veltlin undChiaveuna besetzt, und dadurch die Unzufriedenheit der Eidsge-rossen erregt; doch auch diese waren nicht einig, und eine Fran-zösische Partey war vorzüglich starr zu Luzern.
Ludwig XII näherte sich den EidSgenossen wieder, spendeteGeld, übergab die Schlösser zu Lugano und Locarno, welchebisher nicht hatten bezwungen werden können. Dennoch wurdeden Französischen Abgeordneten das Geleit aufgekündigt. Un-zufrieden über den Kaiser und von dem übermüthig gewordenenSchinner beleidigt, hatte Venedig sich wieder mit ihm verbun-den. — Im May erschienen 16,000 auserlesene FranzösischeKrieger in Ober-Italien und 10,000 Venetianer rückten inSMaylandische ein. Schon hielten die Maylander ihre Freudenicht mehr zurück, schmeichelten den Franzosen, welche dieSchlösser von Mayland und Cremona immer noch besetzt hiel-ten. Nur mit woo Schweizern und einiger Reiterey sehte sichder Herzog in Novara den Franzosen entgegen. Am 4 Junibegann die Beschießung. Kalt und mit unerschütterlichem Mu-the vertheidigten sich nicht nur die EidSgenossen, sondern sienahmen noch den Belagerern Geschütz weg. Spottend riefen sieihnen zu: Sie erbiethen sich, die weit geöffnete Sturmlückenoch breiter zu machen. Ueber den Simplon, den Gotthardund den Vogelberg war der Entsatz im Anzüge. Die Franzo-sen hoben die kaum begonnene Belagerung auf. Am Abende deS5 waren noch nicht mehr als Loocz von den neuen Gehülfenangekommen. Kein bestimmter Oberansührcr; aber die mitgeringen Ausnahmen über alle Krieger verbreitete Kampfbegierde,das Bewußtseyn ihrer unwiderstehlichen Kraft, ein hohes Gefühlfür Ehre und Waffenruhm leiteten die Entschlüsse. Die Haupt-leute hielten Rath und Jakob Matt! aus Livinen, genannt Ja-kob von Uri, ein im Kriege erfahrener Mann, der das Zu-trauen der Menge besaß, entschied das Heer zum schnellen An-griffe, weil man den Feinden keine Zeit lassen müsse.