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Vor Tagesanbruch am 6 Juni ging das eidSgenössischeHeer, 9ooo stark, auf diese loS. Einzelne Schusse des wohlge-tichteten großen Geschützes der Franzosen streckten 50 und 60öer in einer langen Säule Andringenden zu Loden. Nichtshielt sie auf. Bald wurde Mann gegen Mann sogar mit Dol-chen und Beymessern gefochten. Die Seitenangriffe hatte dieFranzösische Rciterey lange aufgehalten und die Eidsgenofsenselbst im Rücken angefallen. Endlich wich alles dem unwider-stehlichen Schweizermuthe. Nach 5 Stunden war ein vollstän-diger Sieg erfochten, weit umher alles mit Blut und sooo Lei-chen der Feinde bedeckt. Äuf dem Schlachtfeldc hatten mehröie Landsknechte, in der Flucht mehr die Franzosen gelitten.Auch i5oo Eidsgenofsen erkauften mit ihrem Tode den Sieg. —Am Abende und am folgenden Morgen trafen die andern Abthei-lungen ein. Brandschatzungen in Piemont, Montfcrrat, Sa-luzzo, und Plünderungen mußten die Krieger für den ausblei-benden Sold entschädigen. Nur wenige Tausende blieben inMayland.
Jeder Bessere sah den Schaden der Wirthschaft, des Land-baues, der häuslichen und öffentlichen Ordnung ein. Hier bejam-merte eine hülflose Familie den im Kriege erschlagenen, verstüm-melten oder verdorbenen Vater; dort beweinten Eltern di< ihnenentlockten Söhne *). Durch die Landschaften Berns, Luzerns,Svlothurns, Aug, u. a. m. gährte Unzufriedenheit. Tief empfandber gemeine Mann, daß er nur als Werkzeug gebraucht werde.Die einen Parteyführer hatten ihm die Schleichwege andereraufgedeckt. Schon im Frühjahr warnt« Zürich. Auf der Kirch-
*) Wenn man sich auf den AuSspruch des LandammannS Ru-bols Reding bezieht, „die Schweizer muffen ein Loch haben," u. s, f.lo war dieß die Anficht Eines Mannes, und gefetzt auch, sie wärericbtig, so folgt noch ilicht daraus, daß man diese Oefsnung immer"wettern und den Reiz durch mannigfaltige Lockungen vergrößernmuff«.