Band 
Erster Band.
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weihe zu Konitz brach der Aufruhr aus, und Viele zu Bernsahen die Bewegung nicht ungecne; denn obgleich nur ZOO Miß-vergnügte in die Stadt drangen, widersetzte eine Zeit lang niemandsich ihnen. Die Häuser einiger Französisch Gesinnten wurden ge-plündert. Nur von Aweyen begleitet steckte der Schultheiß Ja-kob von Wattenwyl an der Kreuzgasse das Banner auf/ ließdie Sturmglocke anziehen und äußere Ruhe wurde für den Au-genblick hergestellt. Au Luzcrn versammelte unzeitige Anwen-dung von Gewalt 6000 Bewaffnete vor der Stadt. Eine Volks-bewegung reizt andere auf. In Aug stillte sie sich durch dieFlucht der Verdächtigen; in Solothurn dadurch, daß der Loskaufvon Leibeigenschaft bewilligt wurde. Jetzt eilten Bothen eidSge-nossischer Orte, und weil man zur Aeit der Noth nicht auf denStand des Helfers sieht, auch diejenigen anderer Städte, denGefährdeten als Vermittler zu. So sah man zu Solothurnneben Bern auch Aofingen. Das Volk zu Bern beruhigtendiejenigen von Aürich, Luzern, Aug, Frehburg, Solothurn,Viel und Neustadt nicht. Der große Rath, mit AuSgeschosse-nen von Stadt und Land, verurtheilte Michael Glasern undAnton Wydern, mehr Werkzeuge als Häupter der FranzösischenPartey, zum Schwerte. Au Luzern wurde Schultheiß Fehr ent-setzt, der Vogt Moser von Nußweil als Verräther enthauptet.Au Ölten fing ein wüthender Volkspaufe aus Lern und Solo-thupn den Bernerische» Venncr Caspar Hetzet, dessen nichtSwür-diger Sohn, Rudolf*), Vogt von Erlach, einige Tausendenach Frankreich geführt hatte, auf, ließ'ihn foltern und ent-haupten. Die Unruhen in Bern und Luzern wurden endlichdurch Nachgiebigkeit und Ausicherungen der Obrigkeit gestillet.Au Bern verhieß diese, keine Bündnisse zu machen ohne die Aus-schüsse von Stadt und Land.

Um dem Volke eine neue Beschäftigung zu geben und nach

*) Er wurde der Ehren entsetzt, dann aber, >518, auf dieEmpfehlung Franz I wieder begnadigt.