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der Einladung des Kaisers ward ein Aug nach Frankreich unternom-men. Der Bund, den der Kaiser, Papst Leo X, NachfolgerJulius II, Ferdinand von Aragonien und England schloffen,und den man den heiligen nannte, hatte angefangen, thätlichgegen Frankreich zu handeln. Dem Scheine nach ward dieserBund nur gegen die Türken geschlossen; aber Frankreich waruns unverkennbare Weise eben so sehr berücksichtigt. In derBeytritts-Acte der Eidsgenoffen und des Herzogs von Maylandwird gesagt, das heilige Land sey geschlossen gegen den Tyrannen,den Türken, und vornehmlich zur Beschützung der ItalienischenNation. Es dauert aus Lebenszeit der vereinigten Herrscher.Dem Papste sollen alle DundeSglieder gehorsam seyn. Weildie Kraft der Türken durch die Einigkeit der Christen zerstörtwird, so soll jeder, der Krieg anfängt, als allgemeiner Feindangesehen werden. Der Papst ist nicht gehalten, Volk außerItalien zu senden > soll aber durch den Wann wirken; die Bun-desgenossen helfen dem Kaiser, Ungarn gegen die Angriffe derTürken beschützen, u. s. f.
Unter dem Herzoge Ulrich von Würtemberg, der mit eini-gen Orten im Bündnisse stand, sandte der Kaiser Geschütz undReiterey. Auch Hochburgunder schloffen sich an die Eidsge-noffen, welche statt 16,000, die von der Tagsatzuug waren auf-gerufen''worden, 3 ci,ooo stark im September vor Dijon erschie-nen. Kaum 6000 Mann konnte der Französische Anführer La-tremouille um sich versammeln, und daS offene Frankreich zitterte;aber ohne Leitung und Ordnung befand sich das der grösstenUnternehmungen fähige Heer, und schon am 15 September war,Ungeachtet der Gegenvorstellungen des Herzogs von Würtemberg,durch Schmeicheleyen, Einflüsterungen über die Absichten deüKaisers und blendende Ausicherungen ein Friede zu Stande ge-kommen. Der König von Frankreich soll alles räumen, wasdem Papste, dem Kaiser und dem Herzoge von Mayland gehört,tritt den Eidsgenoffen die Schlösser von Mayland, Cremonaund Asti ab. Er verspricht, keine Söldner zu werben ohne