soll es bleiben, erinnerte sich wieder der Verbothe der Jahrgel-öer und des Reislaufens. Albrecht vom Stein und Andere,welche kui^ vorher von geringem Vermögen gewesen waren,Zeigten zu Bern große Reichthümer, und an manchen Orten dro-heten Erbitterte, gegen diese Stadt die Waffen zu ergreifen.
Schon hatten Leo und Franz sich zu einem Bündnisse vcr-e^igt, der erste die Eroberung von Mayland anerkannt undd" letzter« dieß durch Aufopferung der Freyheiten der Gallikani-schen Kirche erkauft. Dennoch war er nicht ohne Besorgnisse,bis auch die EidSgenossen gewonnen seyn würden. I» Gegen-wart des Herzogs von Savoien traten im November Französi-sche Gesandte mit den eidgenössischen Bothen in Genf zusam-men, und obgleich die Franzosen eine hohe Sprache führten,bewirkten Bern, Freyburg und Solothurn, daß 10 Bothen ei-nen Friedensentwurf,, ähnlich demjenigen von Galera, mit sichnach Hause nahmen. Allein indeß man zu Genf mit Frank-reich unterhandelte, gewann auf der andern Seite der Kaiserwieder Einfluß. Man drohte auf dem Tage zu Aürich, dieje-nigen nicht mehr neben sich sitzen zu lassen, welche die Verord-nungen nicht befolge» würden. Der kaiserliche Gesandte sprachdas Ehrgefühl der EidSgenossen, die Erinnerung an die Schat-ten ihrer Erschlagenen, ihre Pflichten gegen das Reich an, unddrohete mit Kornsperren. Endlich scheueten er und Schinnersich nicht, das Volk zu bearbeiten. Im December ging imGebiethe von Aürich, welches in dem unglücklichen Treffen beyboo Mann eingebüßt hatte, die Unzufriedenheit über da« Vorge-gangene und das Mißtrauen gegen die Anführer in einen Auf-stand über, der von mehrern Unfugen begleitet war, nur durchöureden, Nachgiebigkeit und die Bestrafung einiger Hauptleutegkstillet wurde. Von seinen Landschaften wurde Bern vor Frank-"ich gewarnt und zur Eintracht mit den EidSgenossen ermähnt.Die Anhänger Frankreichs stellten dagegen den öffentlichen Un-willen als gefährlichen Ungehorsam, und das Festhalten als Re-gierungSweisheit dar.