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wegmig. Auch jetzt blieb das Schiedrichteramt iu dcu Hände»der EidSgenoffen. Zu Zürich ward am 5 Oct. eine Entschei-dung eingeleitet, und am 21 Nov. die Sache zu Solothurn da-hin ausgeglichen, daß der Herzog die Stadt bey ihren altenFreyheiten lassen, Freyburg hingegen sich der neuen Bürger ent-ziehen und des Bürgerrechtes wegen niemand vom Herzoge oderdem Bischöfe bestraft werden solle.
Leo X suchte 6oov Mann, um dem Herzoge von Ferraraseine Macht zu zeigen. Eine Anweisung von 4o,ooo Ducate»verschaffte seinem Legaten, Anton Puccio, schnelle Entsprechung.Die Söldner zogen, im März 1521, mit Frankreichs Bewilligungdurch das Mayländische. Es kam nicht zu Feindseligkeiten.Man schlief in Betten. Daher der Nahme Leinlakenkrieg, undnach wenigen Monathen kehrten die Ausgezogenen wohl bezahltund mit dem Segen des Papstes nach Hause.
Gekränkt, daß ein noch wenig bekannter Nebenbuhler ihm inder Kaiserwahl war vorgezogen worden, sann Franz I auf Racheund, um seinen Waffen desto mehr Gewicht zu geben, auf einenähere Vereinigung mit den EidSgenoffen. Berns und LuzernS alteFreundschaft gewannen seine oft daselbst verweilenden Gesandtenbald wieder; auch war der Bastard von Savoien selbst Bürger zuBern. Allein man gab das Ansehen, ungernc zu handeln, unddie Bernerische Regierung sagte der Stadt und dem Lande ( 1520 ),sie neige sich auf Frankreichs Seite, nur damit ihre Leute nichtbeyden Theilen dienen. Gleichwohl stellten die Herrschaftsleutevon Erlach der Regierung vor, Gesträuche und Unkraut seyenihre Ernten, indeß man den Kriegen nachlaufe. Viele Stim-men warnten gegen neue Einmischung in blutige Kriege. Rüh-rend schilderte Iwingli in seinem Sendschreiben an die altenEidSgenoffen von Schwyz die Folgen des ReislaufeuS, fragte,was sie sagen würden, wenn fremde Völker ungereizt alle Gräuelüber sie bringen würden, welche die Reislaufer in fremdenLändern ausüben, die ihnen nicht« zu Le de gethan haben. I"eigenem Kriege, sagte er, sind wir immer sieghaft gewesen, »'