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Durgauer, der mit dem großen Rufe vielfacher Kenntnisse vonWien zurückgekommene Arzt Vadianus (Joachim von Watt),nachher der Stadt Bürgermeister, neben ihnen Wolfgang Wetter,Johann Keßler; in Bünden, nach andern Vorgängern, Spreiter,Blasius und vornehmlich Johann Comander (Dorfmann); in Vielfetzt Wittenbach; zu Constanz AmbrosiuS Wlaarer, vieler Anderernicht zu gedenken; und an allen diesen Orten richteten die mi-sten Einwohner ihre Aufmerksamkeit auf die Belehrungen, welch*ein langst empfundenes Bedürfniß befriedigen sollten. Keine merk-liche Wirkung hatte die Erschütterung auf die abgeschiedenen Thü'ler von Uri und Unterwalden. Gleich wie zu Luzern waren indem von wissenschaftlicher und freyerer Bildung beynahe ganzentblößten Freyburg einige dieser Anregungen bald verschenk.Mit der Ausbreitung des Christenthums traf die Reformationauch darin zusammen, daß sie ihre ersten und zahlreichsten Freundein der mittlern und untern Classe, ihre meisten Gegner in denMachthabern und den Angesehenen des PriesterstandeS fand.
Hätten Awingli und seine Mitarbeiter nur eine kirchlich*Verbesserung zu bewirken gesucht, so wurde es ihnen leichter g*°Wesen seyn, diese allgemeiner zu verbreiten; aber sie wollten auch«ine sittliche. Mit Heftigkeit griffen sie das Reislaufen und di*Jahrgelder an. So weckten sie unter denjenigen, welche Ein-fluß auf das Volk hatten, viele öffentliche und geheime Feind*gegen sich auf, weil diese ihre Ungebundenheit, Habsucht undihre reichsten Erwerbsquellen bedrohet sahen. Mönche und an-dere Geistliche, unter diesen viele aus Ueberzeugung, andere ausBesorgniß über die Folgen einer durchgreifenden Veränderungvereinigten sich mit jenen, griffen mit heftigen Vorwürfen inSchriften und von der Kanzel die Neuerer an und klagten ß*vor geistlichen und weltlichen Behörden an. So allgemein war in-deß die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit einer Beschränkungder priesterlichen Anmaßungen und einer Kirchen- und S>'tt*u°Verbesserung verbreitet, daß man Jahre lang die einzelnen B**'