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Mutter des KönigeS, und durch sie auch beS Herrschers selbst/die Umstände nicht zu benutzen wußte, blieb die vernachlässigteMayländische Hauptstadt gerettet. Bald verschlimmerte sich seineLage. Durch den Verlust einiger Hundert, welche von den Fein-den waren niedergehauen worden, wurden die Eidsgcnossen sterbittert, daß sie eine Zeit lang keines Gefangenen schonten, auchwenn die Franzosen ihn einbrachten. Man hieß dieß den böse»Krieg, 1524 . Eine Verstärkung von 5 voo Böndnern wurdedurch das geschickte Benehmen des ihnen entgegenstehenden Johannvon Medicis zum Ruckzuge genöthigt; und eine neue Schweize-rische Verstärkung von 6000 bis 8000 Mann diente, ungeachtetmehrerer Proben von Tapferkeit, nur den Rückzug der Franzo-sen aus Ober-Italien zu erleichtern. Die Eidsgenoffen selbsthatten dabey Sold vorschießen müssen; und nicht viel mehr, alsder dritte Theil der Schweizerischen AuSzüger kam, von Allementblößt, über den Bernhardsberg zurück.
Franz I both allen seinen Kräften auf. Die 6 vk>o Man»/welche er mit Beziehung aus das Bünöniß als eine Leibwache S*Beschützung seiner Person forderte, hatte ihm die Lagsatzungabgeschlagen, weil noch Zoo,000 Liv. an unbezahltem Solde zu-rück stehen. Doch l esen viele Freywillige ihm zu. — Die Furchtvor der steigenden Macht Carls V hatte den Papst ClemensFrankreich wieder entgegen geführt, und um die Theilnahme derEidsgenoffen desto eher zu gewinnen, kamen die neuen Verbün-deten überein, das zu erobernde Herzogthum Mayland sollte je-nem dritten Sohne des Königes bestimmt seyn, den sie auS derTaufe gehoben hatten. — Sein Heer schwächte der König da-durch, daß er eine Abtheilung gegen Neapel vorrücken ließ unddurch die während des Winters unternommene beschwerliche Be-lagerung von Pavia. Ohne seine Schuld verlor er auch dieBünönerischen HülfSvölker. — Das Veltlin, Chiavenna und dasMisoxerthal, deren Jakob von Medicis, ein Mayländcr, berüch-tigt unter dem Nahmen dcS Castellans von Muß (Musst), wel-cher „ach der Weise früherer Italienischer Usurpatoren sich