Band 
Erster Band.
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''Me Herrschaft gründen wollte, durch eine» Uebcrfall sich imAnfangs Ja„uarS 1525 bemächtigte, hatte» dieBündner mitAllein Muthe ihm wieder entrisse» ; aber durch die Thätig-keit des arglistigen Gegners zu beständiger Bewachung ihrer^'nzen genöthigt, riefen sie die Ihrigen von dem FranzösischenHeere zurück. Noch einen dreymonathlichen Sold gab ihnen der! ^önig, entließ sie, und nur Wenige aus ihnen blieben bey ihm.Unversehens sah Franz l von den erfahrenen Feldherren des Kai-kcs, besseii Heer in eben dem Maße sich gestärkt hatte, als das-tenige Franzens an Aahl und Vertrauen verlor, am 24 Februar6ch angegriffen. Er erlitt eine gänzliche Niederlage und wardseiner persönlichen Tapferkeit ungeachtet gefangen. Der Anfüh-re der Eidsgenoffen, Johann von Dießbach, stürzte sich inSächteste Schlachtgewühl, um die Schmach nicht zu überleben,^ auch die übrigen Hauptleute fielen bis auf wenige. Zoo bis^oo Mann kamen theils auf dein Schlachtfelde, theils im Wasserund über 4ooo fielen in dir Hände der Sieger, deren Ver-^ sehr mäßig war. Sie wurden milde behandelt und sieh«fassen; aber von den erbitterten Einwohnern beraubt, mißhau-^Ut, kamen sie auf dem Wege von Conio beynahe in Lappenstchüllt „ach der Heimath. Nicht weniger groß als diejenige»Bicocca waren die Trauernachkichten. Viele Tausende ver-tuschten aufs neue die Verkäuflichkeit und die Jahrgelder.Uneingedenk der immer mehr zunehmenden Spannung theilte Lu»die unglückliche Lothschaft Mich mit, und durch freund-schaftliche Theilnahme erwiederte dieses die traurige Kunde.

Auch auf die Schicksale des Herzogs von Würtemberg hatte dieNiederlage bey Pavia einen sehr nachtheiligen Einfluß. MitHulfsvolkern aus dem Thurgau, der Grafschaft Baden, Jürich,a. m. stand er bereits mitten in seinen vom Kaiser besetztenanden, als die Befehle der Eidsgenoffen den Söldnern einenchieunigen Rückzug gebothen. Als Franz I, 1526, aus derpanischen Gefangenschaft heimgekommen war, eilten UngefährKovo Reisläufer aus allen Lrten, theils zu seinem Heere, theils