Anleint, 8oa Unterwaldncr mit dem Landesbannrr über den Brü-hig, und besetzten mit den Hassern da» treu gebliebene Unterseen.Die bisherige Umsicht und Klugheit sah Bern auch jetzt durchö'e Ergebenheit der weit größer» Zahl der Seinigen belohnt.Indeß Luzern, Basel, u. 2l. vermitteln wollten, rückten seineScharen schnell vor. Die Unterwaldner eilten nach Hause und"w 4 November erfolgte die allgemeine Unterwerfung ohneBlutvergießen. Da« LanbeSsiegel, Banner, die Frehheitsbrief«wurden den HaSlern und Gotteshausleuteii von Jntcrlachen weg-Aenommen und 4 Anstifter hingerichtet, indeß andere entflohen.Hasle erhielt nachher seine Freyheiten wieder; doch behielt dieE^gicrung sich die Bestellung der Beamten vor, u. st st Viel,Beuenbnrg, Vallengi'n, Lausanne und Peterlingen hatten denBerncrn Hülfe gesandt.
Jene, durch das Unglück von Pavia wieder belebte» eidsge-""stischen Gefühle der Mittheilung und Theilnahme verloren sichbuch. Menschen, welchen von Jugend an war beygebracht wor-außer der Kirche sey kein Heil, anders Denkende müsse mand" demjenigen zwingen, was man Rechtglaubigkeit hieß, Ketzernman kein Wort zu halten schuldig, u. dgl. wurden, als vol-knds „och persönliche Leidenschaften hinzu kamen, zur äußerstenErbitterung hingerissen, und diese veranlaßte auch die Gegenpar»Alles zu erwarten und die entschiedensten Maßregeln zu er-weisen. Ein Priester von Zug wurde nachdrücklich bestraft,weil er in Zürich mit Zwingst zusammen gespeist hatte. ZweyBanner aus der March waren zu Sckwyz verbrannt worden.Dieß und laute Drohungen gegen die Ketzer zeigten den Eeken-Uern der Reformation unzweifelhaft, wie man gegen sie denke.
den gemeinen Herrschaften glaubte Zürich, diese unterstützenöu muffe,,, indeß die katholischen Orte sie als Aufruhr ansahen.Bach mehrern zu Einsiedeln gehaltenen Tagsatzunge» war zwar^ Jttinger-Handel durch die Bothen der drey unparteyischcn^"gsten Orte und «inen Obmann, Kerngertner aus Schwyz,9 May tst27 so beygelegt worden, daß Zürich für seine in