S87
Erfüllen war, deren jede sich für die rechtgläubige hielt, ebensokennten sich die Bekenner der Glaubensverbcsserung durch dieSysteme Luthers und Awingl'iS, und auch dieß machten die Geg-»tt derselben ihnen zum Vorwürfe. Um die Abweichungen aus-zugleichen , ward durch Veranstaltung des Landgrafen PhilippHessen eine Zusammenkunft (Gespräch) zu Marburg vermi-etet. Iwingli und Oecolampad verreisten zu Anfang Scptcm-dahin. Man verglich sich in XV Artikeln über die wich»^gsten Dogmen und einige andere Materien; aber über die LehreAbendmahlc konnte man sich nicht einverstehen. Die Tren-"^ug dauerte fort. Nachfolger der Reformatoren, welche, ohnevermögend zu seyn, sich zum Geiste derselben zu erheben, beyWorte» stehen blieben und meistens über Dinge sich gegen ein-"udec erbitterten, welche außer der Sphäre menschlicher Erkennt»vlß liegen, schadeten eine lange Zeit hindurch der Wahrheit,welche sie hätten befördern sollen.
Durch die ganze Eidsgenoffenschast, die V Orte und Frey-bvrg ausgenommen, verbreitete sich die Reformation. In der^afschasi Hatze'l traten die Aemter Rordorf, Dietikon, Wettin-in den obern freyen Aemtern, nach dem Vorgänge deS§om-"wnthurs von Müllincn, das Amt Hitzkirch derselben bey. DasRöster Wettingcn, dessen Abt sich nach Zürich begab, ward in*we Schule verwandelt. Am 29 September legte Schafhauscnalten Religionsformen ab, ahmte die von Zürich, Wer»,^ f- getroffenen Einrichtungen nach und trat dem christlichenBürgerrechte bey. Am 17 October rcformirtc Zurzach. Weit^ößer waren die Forderungen, welche jetzt in Absicht cyif Kennt-Fähigkeiten und das Betragen au die Geistlichen gemacht^brde„, sehr ununterrichtet hingegen noch viele derselben. Am^ December versammelte sich im Thurgau eine allgemeine Sv-um die kirchlichen Angelegenheiten zu ordnen. Im St.^allischx„ vermehrten sich täglich die Bekenner und als der Abt">an, von seinen Freunden im Convente begleitet, mit den Kost-^keite» und Documente» sich über den Rhein flüchtete, berie«