Band 
Erster Band.
Seite
396
JPEG-Download
 

296

ter wurden von ihnen gemahnet. Indeß Uri noch zögerte,erließen am 9 Luzern, Schwyz, Unterwaldcn und Zug »uBrunnen ihre Kriegserklärung unter dem Siegel Luzern« ineiner gemäßigten Sprache. Sie behaupten, den Landsfriedengehalten zu haben, beschweren sich über die Verbindung derStädte mit dem Landgrafen zu Hessen, mit Straßburg und Comstanz, ihre Zurücksetzung in dem St. Gallischen Lande und imRheinthale, die Einwirkung auf ihre eigenen Unterthanen, u.si-Eine andere Denkschrift ward inS Ausland verbreitet.

Bey der Annäherung der Luzerner zog die Grenzbewachungder freyen Aemter sich am 9 von Hitzkirch auf Sarmenstorf unönachher bis Bremgarte» zurück. Laut hörte man aus dem Mundedes Volkes, Zürich wolle selbst sich verkürzen. AIS bereits dieV Orte sich in Bewegung setzten, beschloß man zu Zürich, einFähnchen unter Hauptmann Georg Göldli dem versammelten Volkedes freyen Amtes (Herrschaft Knonau) zu Hülse nach Cappelund andere Sno nach Bremgarten zu senden, wo die freyenAemter auch Zoo Mann stark lagen und einige ioo aus derGrafschaft Baden zu ihnen stießen. Ein andere« Fähnchen schickteinan nach WädenSweil. Am 10 AbendS erließ Zürich den Land-sturm, mahnte die Bürgerstädte, und schon Mittwoch den 11 Ma-gens setzten die V Orte 8000 Mann stark mit Eschcnthalern undandern Italienern, welche der Papst besoldete, von Zug her sichin Bewegung.

Die Anführer der 5 Banner waren: Der Schultheiß G«l-der von Luzern, die Ammänner Troger von Uri, Rcichemnuthvon Schwyz, Zelger von Unterwalden, LhooS von Zug. um12 Uhr traf ihr Absagbrief zu Cappel bey den Zürichern ein,welche sich kaum 2noo Mann stark über dem Kloster auf S-i-eu-ren (*) aufgestellt hatten. Um 1 Uhr begannen die V Orte mit2 Kanonenschüssen vom JSliSberg her, und man beschoß sich au§der Ferne bis z Uhr. Nun rückten die V Orte über die Leematt

(') Jetzt der Nässen-Hof.