Band 
Erster Band.
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seyn, ihr Kirchcnwesen m Zusammenhang zu bringen, nach du"Bedürfnisse des Volkes auszubilden und demselben geregelte For-men zu geben. Dieß war ihnen um so viel eher möglich, als ß<und ihre Geistlichkeit nicht mehr von ausländischen Obern abhin'gen, die Obrigkeit die bischöfliche Gewalt besaß, auch über dieKlostergüter verfügen konnte, und die Geistlichen nicht nur durä»Familienbande au den Staat geknüpft, sondern wie jeder andereBürger ihm und seinen Gesetzen verpflichtet waren. In denmeisten Orten wurden regelmäßige Versammlungen der Geistig'keit (Synoden) eingeführt, um über die kirchlichen Angelegenhenten die erforderlichen Berathschlagungen vorzunehmen, die Obr'S' ^feiten auf die entstehenden Bedürfnisse aufmerksam zu mache" -auch über die Lehre und das Betragen der Geistliche» zu wachen-Weltliche Beysitzer waren diesen Versammlungen beygeordnet,und mit ähnlicher Zusammensetzung wurden für die eintretenden >Geschäfte besondere kirchliche Behörden aufgestellt. Für den Un-terricht der Jugend führte man Katechismen ein, deren erster >nZürich von Leo Juda verfaßt war, bestimmte die Besoldungender Pfarrer; und weil manche aus ihnen dieselbe» von fremdenStiften und Klöstern bezogen, welchen die Patrouatrechte zusindden, so erhoben diese viele Schwierigkeiten und Widersprüche -welche oft nur durch mühsame Erörterungen beygelegt werdenkonnten. Allgemein ward der Schulunterricht verbessert, und anden Hähern Anstalten wurden viele gelehrte Männer angeste^-von denen «in großer Theil Ausländer waren, die man eben so-wie viele Prediger, zu Bürgern annahm. Mit großer SlngoU'genheit drang man sowohl bey ältern Personen, als vornehmst^bey der Jugend auf Verbesserung der Sitten. So kehrte dieGeistlichkeit wieder zu ihrem Berufe und die Moral als west"^'kicher Bestandtheil in den religiösen Unterricht zurück.

Durch alle Verhältnisse des öffentlichen und Privatlebensäußerten sich die Wirkungen des großen kirchlichen Ereignisses (*)'

(') Johann von TraverS ging, nach Bekleidung wiächgeeEkelten im Krieden und Kriege» noch im stebenzigsten LebenSiao