41S
Die allgemein« Aufmerksamkeit lenkte sich vorzugsweise auf dieinnern Bedürfnisse des Vaterlandes, und da» aufkeimende G«.schlecht gewann Neigung sowohl zu den stillern Künsten der Frie»^ns, als zu den Wissenschaften, welche den Geist veredeln. DaStheologische Forschen hatte da» Studium der Alten und dasjenigeökr Geschichte aufgeweckt. Sürich, welche» kurz vorher einenStadtschreiber im Auslande hatte suchen müssen, zeichnete sichbald durch vielseitige Gelehrsamkeit, so weit die Hülfsmittel de«IeitalterS es erlaubten, rühmlich auS. Da« Nähmliche thatenB°rn, Genf, u. a. Basels bereits gegründeter Ruf hob sich"°ch höher. Dauerte gleich die Theilnahme an fremden KriegS-bienste» immer fort, so waren doch die regellose Ungebundenheit,b'e jeder obrigkeitlichen Verordnung getrotzt hatte, und die Ver»iaufljchkeir der Vorsteher und Untergebenen bald an diese, bald"" jene Macht sehr vermindert. Mit zunehmender Arbeitsamkeitverbesserten sich der Ackerbau, der Handwerks- und GewerbSfleiß,"ad aufgenommene vertriebene Glaubensgenossen lehrten und bc»Orderten mehrere Arten des Kunstfleißc«. Armen- und Kranken-anstalten wurden eingeführt und verbessert. Gegen Ausschweifun-Pracht, Verschwendung, Spiel und Wucher machte manstrenge Verordnungen, und schränkte die in Ausgelassenheit über-stegangenen öffentlichen Vergnügungen mit Ernst und Eifer ein.Unter dem Namen der Kirchenzucht übte die Geistlichkeit zuund auch in dem Gebiethe von Bern ein ausgedehnte» kirch-l'ches Richteramt aus. Groß war da» Ansehen und der Einflußö" Geistlichkeit auf da» Volk, und wenn sie, auf die öffentlicheMeinung gegründet, mit schriftlichen oder mündlichen Ennnerun-bey den Obrigkeiten einkamen, so war dieß gewöhnlich von^scheidendem Gewichte. Nicht aller Orten war diese Ein-wirkung frey von Leidenschaften, Religionshaß und priesterlichenAnmaßungen; aber öfter noch zeigte er sich wohlthätig, insbe-^»dere wo Obrigkeiten ihre Pflichten verabsäumten. Die Besser»
'6Z4 »in Engovin zum Predigt«»!« über, Und übt« dasselbe noch2»öce lang au«.