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Kurfürst Moritz von Sachsen gegen Tyrol, und Heinrich II ge-gen Deutschland vorrückte, kamen die katholischen Orte den re-bormirten mehr entgegen, als in den nächst vorher gegangenenJahren, und am 28 May erneuerten die Bothen die Zusagen vonmit der Jusicherung, auf liederliche Leute nicht zu hor-chen. AehnlicheS wiederhohlte sich in nachfolgenden Jahren. Gla» ?kus und Appenzell trugen 1573, und 1580 Freyburg auf Er-neuerung der Bünde an. ^
Gegen das AuSland wußten die EidSgenossen eine würdigeStellung anzunehmen, so bald der Parteygeist dabey nicht Nah-^nng fand. Man war einig, als 1543 die Städte Basel, Schaf-bansen und Mühlhausen zur Bezahlung einer Türkcnsteuer undtu Beyträgen an da» Kammergericht aufgefordert,' der BischofNon Chur, die Siebte von St. Gallen und DisentiS mit Einzie-bung der Reichs-Regalien und mit der ReichSacht bedrohet undähnliche Aiaßregeln in der Folge erneuert, auch gegen die Klö-Einsiedeln, Kreuzlingen, u. a. ausgedehnt wurden. DieEidSgenossen antworteten, sie seyen von Kaisern befreyt; demBischöfe und den Präla.en haben sie befohlen, nicht zu bezah-ien. Eben so einmüthig lehnte man 1548 sowohl die Erneuerungder Vereinigung mit Frankreich, als des Mayländischen Kapi-tales ab, - und verweigerte 1549 dem Könige Ferdinand die^iedereinlösung der von dem Concilium zu Constanz verpfände-i'n Landschaften. Im Jahr 1550 blieb die Aufforderung, den^uen Papst Julius III durch Abgeordnete zu beglückwünschen,i" den Abschieden liegen.
Ungleicher Auslegungen war der Ausdruck „ getreues Aufsehen "
^big, wozu die EidSgenossen durch die Erbvereinigung sich fürHachburgund gegen Oesterreich verpflichtet hatten. Nachdrück-verwandten sie sich, 1536, gegen einen Angriff FrankreichsM diese Landschaft. Da« Nähmliche geschah noch oft in deraber Frankreich hielt sich auch bisweilen berechtigt, dieEidSgenossen zu erinnern, die Neutralität dieser Provinz gegen^ Herzogthum Burgund zu handhaben, was 1544 und auch