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gen Mannschaft nach Häuft. Zehn Fahnen unter Gallati wohn-ten dem Feldzugr bey, litten aber durch Krankheiten starkenVerlust.
Die nie aufgegebenen Plane des Hauses Savoien auf dasihm und der Hierarchie gleich verhaßte Genf, gegen welches Ge-walt und List bisher nichts vermocht hatten, suchte der HerzogCarl Emanuel durch einen nächtlichen Ueberfall zu verwirklichen.
Am 13 August 1601 hatte Heinrich IV öffentlich erklärt,obgleich Genf in dem Lyoner-Frieden nicht eingeschlossen sey,gründe sich dieser auf densenigen von Vervins, und kraft des-selben beziehen sich die für die Verbündeten der Eidsgcnosscn ge-machten Vorbehalte auch auf die Genfer. Die Stadt glaubtestch sicher, und horte zu wenig auf Warnungen gegen die Planeeines arglistigen Nachbars, dessen Staatskunst kein Mittel vcr-schmahete, welches seine Zwecke befördern konnte. Auch die An-zeigen des benachbarten Landvolkes von der Annäherung derFeinde wurden nicht brachtet oder von Uebelgesinnten wider-sprochen. In der Nacht vom 11 zum 12 December 1602 rück-ten 2000 Savoier in der Stille gegen Gen'f vor, und der Her-zog selbst war in der Nähe. Auf schwarz bemahlten Leitern hat-ten über 200 derselben vor 3 Uhr Morgens bereits die Mauern"stiegen, und es versucht, das neue Thor zu öffnen, indeß Er-bothen bereits die Eroberung der Stadt in die Ferne verkündig-ten, als die Bürger, kaum bekleidet, und ohne sich dadurchschrecken zu lassen, daß der Feind schon bewaffnet in ihren Stra-ßen sich befand, mit demjenigen Muthe herbey eisten, den derGlaube an Vaterland und Freyheit einflößt, 76 Feinde erschlu-gen, und 13 gefangen machten, die man nachher mit dem Strangebestrafte. Die übrigen, von denen viele verunglückten, stürztensteh über die Mauern hinunter. Für die Rettung des Vaterlan-des fiele» 17 würdige Vertheidiger. Sogleich wurde dasVerderben drohende Ereigniß, welches unter dem Nahmen derEScalade in der Geschichte «ine bleibende Stelle erhalten hak,dem Könige von Frankreich und den verbündeten EidSgenossen